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LBT - Lebensmittel und Biotechnologie • Thema anzeigen - Langzeitstudium mit Problemen
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 12 Beiträge ] 
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 Betreff des Beitrags: Langzeitstudium mit Problemen
 Beitrag Verfasst: 26.08.2017, 11:47 
Versuchskaninchen
Versuchskaninchen
LBT User Foto

Registriert: 23.10.2013, 15:49
Beiträge: 3
Hallo zusammen! :)
Nach langem Hin und Her und der Angst negatives Feedback zu bekommen, habe ich mich doch entschlossen hier zu posten und offen über meine Situation im Studium zu sprechen. Vielleicht gibt es Leute, denen es ähnlich ergeht oder jemanden, der Tipps oder beruhigende Worte bezüglich meiner Situation parat hat.

Ich studiere nun schon seit 8 Semestern LBT und habe mit diesem Semester leider auch meine Toleranzsemester überschritten. Dadurch fallen Studiengebühren an, die leider nicht wenig sind. Mit dem Bachelor bin ich auch Ansatzweise noch nicht fertig und ich werde vermutlich noch einige Semester bis zum Abschluss benötigen. Der Grund für mein langes Studium ist definitiv keine Faulheit. Ich bin jemand, der sich immer versucht zu bemühen und auch viel lernt, allerdings habe ich schon damals in der Schule gemerkt, dass ich länger brauche als ein durchschnittlicher Student oder Schüler um Dinge richtig zu verstehen. Es gab schon einige Prüfungen, bei denen ich mehrere Antritte gebraucht habe. Dazu kommen langjährige Depressionen, die sowohl durch das Studium als auch durch menschliche Verluste zustande gekommen sind und mich lange Zeit fürs Studieren unbrauchbar gemacht haben. Ich habe mich bisher (außer im 1. Semester) immer alleine durchgekämpft, da ich auf der Uni niemanden wirklich mehr kenne. Das Studium wird vermutlich auch etwas einfacher und angenehmer, wenn man Leute hat, mit denen man zusammen lernen, Tipps austauschen oder einfach nur auf der Uni zusammen sein kann. Das alles zusammen führt leider schnell zu einer hohen ungewollten Semesteranzahl.

Durch all das habe ich natürlich öfter überlegt das Studium abzubrechen. Etwas anderes studieren versuchen oder einfach eine Lehre anzufangen. Bei all meinen Überlegungen bin ich aber immer wieder zu LBT und dem Fortsetzen des Studiums zurückgekommen. Eine Alternative ist mir in all den Jahren und Recherchen nicht eingefallen. Ich habe auch mal die psychologische Studierendenberatung in Wien besucht, habe mich dort aber nicht verstanden gefühlt, bin sogar wütend dort wieder hinausgegangen. Und auch wenn mir von manchen geraten wird mit dem Studium aufzuhören, gibt es einfach Punkte, die mich immer dazu bewegen weiterzumachen. Das Studium ist für mich einfach interessant und selbst mit meinen depressiven Phasen konnte ich mich immer wieder aufraffen und Spaß am Lernen finden. Zumindest bis dann das nächste Nicht genügend in den Noten erscheint. x) Zusätzlich kann ich mir sehr gut vorstellen mich später beruflich damit auseinanderzusetzen. Bei keinem anderen Studiengang, den ich einmal in Erwägung gezogen habe, habe ich das Bild so klar vor mir. Also warum sollte ich aufgeben, wenn es eigentlich das ist, was ich beruflich machen möchte und mich interessiert, auch wenn es mir schwer fällt?

Zusätzlich kommen die üblichen Fragen auf: Was halten andere davon, wenn man so lange Zeit studiert? Wie würde das bei späteren Arbeitgebern ankommen und wie erklärt man das am besten? Dazu kommen natürlich auch typische Sorgen, wie das Studium nach so langer Zeit und Mühe erst gar nicht zu schaffen und nach jahrelangem Studieren mit Nichts dazustehen. Auch die Studiengebühren könnten Probleme verursachen.

Einfach ist das Ganze ja nicht, muss ich sagen. x) Wirklich zu helfen weiß ich mir auch nicht, außer es einfach weiter zu versuchen, egal wie schwer der Weg ist, egal wie lange ich dafür brauche und egal wie viele Tränen ich noch im Studium vergießen werde. Ich würde es gerne schaffen, auch wenn meine Situation nicht das ist, was ich mir erhofft habe und mir wünsche. Aber vielleicht gibt es hier ja tatsächlich noch Leute, die ein paar Tipps weitergeben können, einen Rat für mich haben oder Leute, denen es ähnlich ergeht.

Auf alle Fälle danke fürs Lesen und euer Verständnis.
Und ich wünsche allen natürlich auch ein erfolgreiches Studium.


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 Betreff des Beitrags: Re: Langzeitstudium mit Problemen
 Beitrag Verfasst: 26.08.2017, 20:04 
Stammzellenforscher/in
Stammzellenforscher/in
LBT User Foto

Registriert: 28.09.2009, 20:48
Beiträge: 684
Hallo,

den gesellschaftlichen Druck bezüglich des Studierens in Mindestzeit habe ich stets sehr kritisch betrachtet. Meist stört mich an den dazugehörigen polemischen Gedanken, dass nicht ansatzweise versucht wird, einen Bezug zur Einzelsituation herzustellen, egal von welcher Perspektive aus (potentielle Arbeitgeber, KollegInnen, etc). Damit muss man sich eventuell arrangieren, oder man sucht länger nach einem Unternehmen, bei dem die Studiendauer nicht an oberster Stelle steht, sondern der Mensch mit seinen vorhandenen Kompetenzen (ja, auch soziale Fähigkeiten sind enorm wichtig, wenn man erfolgreich in einem Unternehmen arbeiten will... das wird auch oft genug explizit in Stellenausschreibungen gefordert).

Selbst bei meinem Bewerbungsgespräch bezüglich einer geringfügigen Anstellung wurde da natürlich nachgehakt, dass ich noch einen Bachelor studiere. Ich habe aber deutlich meine Position dargelegt und argumentieren können. Damit war die Sache dann auch erledigt. Wie sich das Unternehmen dann schlussendlich entscheidet, kann man nie vorhersagen und es ist auch unmöglich, alle Kriterien zu erfüllen. Sie fiel zu meinen Gunsten aus. Im Laufe der Zeit habe ich auch gemerkt, woran das lag (eben an bereits genannten Sozialkompetenzen, denn man sollte wirklich in ein bereits bestehendes Team passen, und an der eigenen Voraussetzung, Qualiät vor Quantität zu stellen bzw. diesbezüglich ein Optimum in der eigenen Tätigkeit anzustreben).

Ich kann dir aus meiner Erfahrung heraus sagen, dass ein länger dauerndes Studium Motivation und Durchsetzungsvermögen erfordert. Der Vergleich mit einem nicht existierenden Standard oder dem Studienerfolg anderer ist oft präsent, aber nicht wirklich zielführend, außer man kann ihn als Ehrgeiz-Schub für sich nutzen. Fakt lt. Stand ~2014 ist, dass Studierende durchschnittlich etwa 10 Semester für den Bakk LBT brauchen.

Am Ende kommt es oft darauf an, was du selbst mt deinem Studium erreichen möchtest und was du daraus mitnehmen willst. Mir ist es oft wichtig zu betonen, dass unser LBT-Studium kein Wettlauf ist. Sieht man sich die Statistiken von 2014 an, so wird relativ schnell klar, dass man ohne Master-Abschluss so schnell keine langjährige Fix-Anstellung finden wird, die Situation wird mit bestandenem Master signifikant besser (mal abgesehen davon, dass das Durchschnittsgehalt mit BSc recht unattraktiv dafür ist, dass man studiert hat). Sobald man den Master hat, wird die Dauer des Bachelor-Studiums relativ gesehen außerdem recht uninteressant für Arbeitgeber.

Die Finanzierung der Studiengebühren ist ein recht komplexes Thema, weil es für jede/n unterschiedliche Voraussetzungen gibt. Zahlen die Eltern? Unterstützen sie einen finanziell? Muss man sich seine komplette Existenz selbst finanzieren? Davon abhängig gibt es ebenso viele Lösungen dafür.


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 Betreff des Beitrags: Re: Langzeitstudium mit Problemen
 Beitrag Verfasst: 30.09.2017, 08:12 
Versuchskaninchen
Versuchskaninchen
LBT User Foto

Registriert: 05.07.2014, 15:53
Beiträge: 3
:D Du schaffst es schon! Ich glaube es gibt so einige denen es ähnlich geht. Ich würde dir raten hin und wieder Hilfe von anderen anzunehmen und mutig zu sein um Dinge nachzufragen, die dir unklar sind. Vielleicht könntest du, wenn du nicht zu den anderen Studieren mit den Fragen gehen willst, vor deinen Prüfungen immer in die Sprechstunde der Professoren gehen und Unklarheiten abklären. Auf bokulearn kannst du ja auch aktiv sein, ohne dass du persönlich auf die Leute zugehst. Unser Fach ist außerdem sehr Praxisorientiert finde ich. Ich lerne am besten, wenn ich arbeite. Das hilft dir sicher nebenbei Kontakte zu knüpfen und dabei das "big picture" deines Studiums zu sein, weil wenn du alleine die ganze Theorie lernst, wird es schnell langweilig.

Auf jeden Fall wünsch ich dir alles Gute für das Studium!
GLG


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 Betreff des Beitrags: Re: Langzeitstudium mit Problemen
 Beitrag Verfasst: 30.09.2017, 09:22 
Versuchskaninchen
Versuchskaninchen

Registriert: 01.11.2012, 13:23
Beiträge: 5
Ich kann den anderen beiden nur zustimmen: Nicht aufgeben!
Falls es dich tröstet, mir geht es ähnlich wie dir und ich bin sogar schon im 11. Semester.
Allerdings bin ich auch ständig am lernen und vor allem die technisch orientierten Fächer liegen mir einfach nicht. Dazu kommt, dass ich ein Auslandssemester gemacht und mir am Beginn des Studiums schwer getan habe, da ich ohne viel Ahnung von Naturwissenschaften (aus einer Kunstschule, haha) an die Boku gekommen bin. So viel zum Vergleich mit anderen...
...man darf auch nicht vergessen, dass LBT ein sehr umfangreiches und anspruchsvolles Studium ist. Viele Studies bringen Vorwissen mit, weil sie z.B. auf der Rosensteingasse in der Schule waren...und anderen wiederum liegt die Lernerei einfach total.
Dass du dir trotzdem vorstellen kannst, im Bereich LBT zu arbeiten, ist doch der perfekte Ansporn, oder? (:
Ich für meinen Teil möchte das nämlich nicht und werde daher im Master mit Phytomedizin weiter machen. Ohne das LBT-Studium wäre ich darauf aber wahrscheinlcih gar nicht gekommen... man sieht, alles hat seinen Zweck und wenn man dran bleibt, eröffnen sich evtl möglichkeiten, die man gar nicht in Erwegung gezogen hätte.
Du schaffst es bestimmt, LBT zu Ende zu bringen! Und wenn's dich wirklich interessiert und du Spaß dran hast (zumindest gelegentlich :b), wird's nicht schlimm sein, dass du etwas länger brauchst.

Falls du gemeinsam lernen möchtest, kannst du mir gerne schreiben. Ich vereinsame auch gerade ein bisschen an meinem Schreibtisch.
Vielleicht fehlen uns ja ähnliche Fächer (:

Alles Gute!


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 Betreff des Beitrags: Re: Langzeitstudium mit Problemen
 Beitrag Verfasst: 30.09.2017, 12:48 
Versuchskaninchen
Versuchskaninchen

Registriert: 05.07.2012, 11:47
Beiträge: 3
sonjama hat geschrieben:
Ich kann den anderen beiden nur zustimmen: Nicht aufgeben!
Falls es dich tröstet, mir geht es ähnlich wie dir und ich bin sogar schon im 11. Semester.
Allerdings bin ich auch ständig am lernen und vor allem die technisch orientierten Fächer liegen mir einfach nicht. Dazu kommt, dass ich ein Auslandssemester gemacht und mir am Beginn des Studiums schwer getan habe, da ich ohne viel Ahnung von Naturwissenschaften (aus einer Kunstschule, haha) an die Boku gekommen bin. So viel zum Vergleich mit anderen...
...man darf auch nicht vergessen, dass LBT ein sehr umfangreiches und anspruchsvolles Studium ist. Viele Studies bringen Vorwissen mit, weil sie z.B. auf der Rosensteingasse in der Schule waren...und anderen wiederum liegt die Lernerei einfach total.
Dass du dir trotzdem vorstellen kannst, im Bereich LBT zu arbeiten, ist doch der perfekte Ansporn, oder? (:
Ich für meinen Teil möchte das nämlich nicht und werde daher im Master mit Phytomedizin weiter machen. Ohne das LBT-Studium wäre ich darauf aber wahrscheinlcih gar nicht gekommen... man sieht, alles hat seinen Zweck und wenn man dran bleibt, eröffnen sich evtl möglichkeiten, die man gar nicht in Erwegung gezogen hätte.
Du schaffst es bestimmt, LBT zu Ende zu bringen! Und wenn's dich wirklich interessiert und du Spaß dran hast (zumindest gelegentlich :b), wird's nicht schlimm sein, dass du etwas länger brauchst.

Falls du gemeinsam lernen möchtest, kannst du mir gerne schreiben. Ich vereinsame auch gerade ein bisschen an meinem Schreibtisch.
Vielleicht fehlen uns ja ähnliche Fächer (:

Alles Gute!




Also ich wäre dabei :)..PN?
LG


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 Betreff des Beitrags: Re: Langzeitstudium mit Problemen
 Beitrag Verfasst: 01.10.2017, 16:35 
Eprouvettenschüttler/in
Eprouvettenschüttler/in

Registriert: 18.09.2010, 17:19
Beiträge: 131
ich wäre auch dabei, falls ihr euch austauschen oder gemeinsam für eine prüfung lernen möchtet ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Langzeitstudium mit Problemen
 Beitrag Verfasst: 02.10.2017, 08:26 
Versuchskaninchen
Versuchskaninchen

Registriert: 09.10.2010, 10:13
Beiträge: 25
IvanaV1993 hat geschrieben:
sonjama hat geschrieben:
Ich kann den anderen beiden nur zustimmen: Nicht aufgeben!
Falls es dich tröstet, mir geht es ähnlich wie dir und ich bin sogar schon im 11. Semester.
Allerdings bin ich auch ständig am lernen und vor allem die technisch orientierten Fächer liegen mir einfach nicht. Dazu kommt, dass ich ein Auslandssemester gemacht und mir am Beginn des Studiums schwer getan habe, da ich ohne viel Ahnung von Naturwissenschaften (aus einer Kunstschule, haha) an die Boku gekommen bin. So viel zum Vergleich mit anderen...
...man darf auch nicht vergessen, dass LBT ein sehr umfangreiches und anspruchsvolles Studium ist. Viele Studies bringen Vorwissen mit, weil sie z.B. auf der Rosensteingasse in der Schule waren...und anderen wiederum liegt die Lernerei einfach total.
Dass du dir trotzdem vorstellen kannst, im Bereich LBT zu arbeiten, ist doch der perfekte Ansporn, oder? (:
Ich für meinen Teil möchte das nämlich nicht und werde daher im Master mit Phytomedizin weiter machen. Ohne das LBT-Studium wäre ich darauf aber wahrscheinlcih gar nicht gekommen... man sieht, alles hat seinen Zweck und wenn man dran bleibt, eröffnen sich evtl möglichkeiten, die man gar nicht in Erwegung gezogen hätte.
Du schaffst es bestimmt, LBT zu Ende zu bringen! Und wenn's dich wirklich interessiert und du Spaß dran hast (zumindest gelegentlich :b), wird's nicht schlimm sein, dass du etwas länger brauchst.

Falls du gemeinsam lernen möchtest, kannst du mir gerne schreiben. Ich vereinsame auch gerade ein bisschen an meinem Schreibtisch.
Vielleicht fehlen uns ja ähnliche Fächer (:

Alles Gute!




Also ich wäre dabei :)..PN?
LG



Ich finde das eine tolle Sache und wäre auch gerne dabei. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Langzeitstudium mit Problemen
 Beitrag Verfasst: 05.10.2017, 07:10 
Versuchskaninchen
Versuchskaninchen
LBT User Foto

Registriert: 23.10.2013, 15:49
Beiträge: 3
Ich hätte nicht erwartet, dass sich hier so viele melden, sowohl hier als auch über PN. Finde ich aber wirklich Wahnsinn. Im positiven Sinne. :) Vielen Dank für die ganzen Antworten! Habe ich bisher gerne und interessiert gelesen!

Vielleicht lässt sich ja wirklich ein kleines gemütliches Grüppchen für vereinsamte Kätzchen bilden, um sich gegenseitig auszutauschen und zusammen zu lernen. Vielleicht habt ihr auch Vorschläge bezüglich Plattform, wo man das anstellen könnte. Viele würden das vermutlich über What'sApp führen, allerdings benutze ich die App selbst nicht und habe es auch ungern vor. Aber eine praktische Alternative wird sich ja finden lassen, die für alle in Ordnung ist. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Langzeitstudium mit Problemen
 Beitrag Verfasst: 05.10.2017, 08:08 
Laborjunky
Laborjunky
LBT User Foto

Registriert: 30.11.2008, 17:45
Beiträge: 558
Hey, wie wäre es mit einem kaffee in der muthgasse? Lg :D
Ps. Ansonsten wäre eine facebook gruppe auch super um diverse mitschtiften, links etc zu teilen


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 Betreff des Beitrags: Re: Langzeitstudium mit Problemen
 Beitrag Verfasst: 05.10.2017, 11:36 
Stammzellenforscher/in
Stammzellenforscher/in
LBT User Foto

Registriert: 28.09.2009, 20:48
Beiträge: 684
In der FB-Gruppe für MTV bzw. WSÜ gab es bereits einmal den Vorschlag einer Selbsthilfegruppe, den ich recht treffend fand. Vielleicht wäre dies im allgemeinen Sinne einen Versuch wert. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Langzeitstudium mit Problemen
 Beitrag Verfasst: 06.10.2017, 12:13 
Versuchskaninchen
Versuchskaninchen

Registriert: 01.11.2012, 13:23
Beiträge: 5
Schickt's mir alle eure facebook namen per pn, dann erstell ich mal eine gruppe und wir können uns besser austauschen (:
Falls jemand kein facebook hat, finden wir natürlich alternative wege zur kommunikation!

FiniDelia hat geschrieben:
IvanaV1993 hat geschrieben:
sonjama hat geschrieben:
Ich kann den anderen beiden nur zustimmen: Nicht aufgeben!
Falls es dich tröstet, mir geht es ähnlich wie dir und ich bin sogar schon im 11. Semester.
Allerdings bin ich auch ständig am lernen und vor allem die technisch orientierten Fächer liegen mir einfach nicht. Dazu kommt, dass ich ein Auslandssemester gemacht und mir am Beginn des Studiums schwer getan habe, da ich ohne viel Ahnung von Naturwissenschaften (aus einer Kunstschule, haha) an die Boku gekommen bin. So viel zum Vergleich mit anderen...
...man darf auch nicht vergessen, dass LBT ein sehr umfangreiches und anspruchsvolles Studium ist. Viele Studies bringen Vorwissen mit, weil sie z.B. auf der Rosensteingasse in der Schule waren...und anderen wiederum liegt die Lernerei einfach total.
Dass du dir trotzdem vorstellen kannst, im Bereich LBT zu arbeiten, ist doch der perfekte Ansporn, oder? (:
Ich für meinen Teil möchte das nämlich nicht und werde daher im Master mit Phytomedizin weiter machen. Ohne das LBT-Studium wäre ich darauf aber wahrscheinlcih gar nicht gekommen... man sieht, alles hat seinen Zweck und wenn man dran bleibt, eröffnen sich evtl möglichkeiten, die man gar nicht in Erwegung gezogen hätte.
Du schaffst es bestimmt, LBT zu Ende zu bringen! Und wenn's dich wirklich interessiert und du Spaß dran hast (zumindest gelegentlich :b), wird's nicht schlimm sein, dass du etwas länger brauchst.

Falls du gemeinsam lernen möchtest, kannst du mir gerne schreiben. Ich vereinsame auch gerade ein bisschen an meinem Schreibtisch.
Vielleicht fehlen uns ja ähnliche Fächer (:

Alles Gute!




Also ich wäre dabei :)..PN?
LG



Ich finde das eine tolle Sache und wäre auch gerne dabei. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Langzeitstudium mit Problemen
 Beitrag Verfasst: 08.10.2017, 00:49 
Mikroskopierer/in
Mikroskopierer/in

Registriert: 11.11.2012, 12:46
Beiträge: 243
Ein paar Punkte zu dem ursprünglichen Beitrag.

> Dazu kommen langjährige Depressionen, die sowohl durch das Studium als auch
> durch menschliche Verluste zustande gekommen sind und mich lange Zeit
> fürs Studieren unbrauchbar gemacht haben.

Das kenne ich. Am wichtigsten ist hier das du eine Strategie findest damit
"produktiv" umzugehen. Das hört sich vielleicht komisch an, aber oft findet
man sich dann in Endlosschleifen im Kopf "gefangen" und kommt immer
wieder auf das Thema zurück. Das ist nicht hilfreich wenn man eben ein
Studium bewältigen möchte. Ich hatte auch eine Ausphase nach dem
Tod eines sehr engen Familienmitglieds. Danach musste es aber irgendwie
weitergehen - hier meine ich vor allem die "produktive" Phase, egal ob
im Studium oder im Beruf.

Lass dich durch das Studium auf alle Fälle nicht zu sehr runterziehen -
es ist vor allem im LBT Teil sehr selektiv ausgelegt. Das merkt man
spätestens dann wenn man andere Curricula an der BOKU studiert -
da geht dann vieles deutlich schneller und einfacher voran.

> Ich habe mich bisher (außer im 1. Semester) immer alleine durchgekämpft,
> da ich auf der Uni niemanden wirklich mehr kenne.

Ich hatte zu Beginn immer einen relativ starken Freundeskreis im Studium.
Leider bringt das real sehr wenig fürs Studium. Ich kann zwar verstehen
das man sagt "Gruppen bringen mehr, motivieren, besserer Austausch"
etc... aber ich muss ehrlich sagen das mir das real sehr wenig gebracht
hat im Studium.

Am meisten "bringen" mir hier einfach nur Lehrbücher, da ich hier mit
eigener Geschwindigkeit lernen kann. Ich würde dir empfehlen selbst
auszuprobieren was für dich, vom Zeiteinsatz her, am besten ist. Kollegen
sind sicherlich motivierend aber müssen nicht a priori am besten sein
für die "Zeiteinteilung".

> Das Studium wird vermutlich auch etwas einfacher und angenehmer, wenn man
> Leute hat, mit denen man zusammen lernen, Tipps austauschen oder einfach
> nur auf der Uni zusammen sein kann.

Ich glaube das hängt stark davon ab, von den Leuten - und der Vorlesung.

Bei den Rechenübung-zentrierten Lehrveranstaltungen mag dies durchaus
so sein, ich kenne da einige Prüfungsmappen die weitergereicht werden. :D

Bei anderen Lehrveranstaltungen bin ich mir nicht so sicher.

> Zumindest bis dann das nächste Nicht genügend in den Noten erscheint.

Ja, das nervt. Ich schau mir die individuellen Noten auch gar nicht an sondern
konzentrier mich nur auf weitere Prüfungen. Wenn ich die Note wissen will
sehe ich das dann sowieso im Sammelzeugnis. Da ich sowieso weitere
Prüfungen absolviere (absolvieren muss) ist das dann auch nicht so wichtig
ob ich gleich nach der Noteneintragung Bescheid weiss.

Bin mir nicht sicher ob das verständlich ist, aber man kann ja nur relevante
Teile vom Online-System verwenden. Für firefox gibt es zum Beispiel die
Extension ublock-origin - damit filtere ich die Sachen weg, die ich für
unbrauchbar halte.

> Wie würde das bei späteren Arbeitgebern ankommen und wie erklärt
> man das am besten?

Ich denke das du dir hier zuviele Gedanken machst. Letzten Endes geht
es da eh nur um die Frage ob du einen Job bekommst oder nicht - ob
du länger gebraucht hast oder nicht hat welchen realen Einluss? Würdest
du bei einem Arbeitgeber arbeiten möchten der selektiert? Und - wenn der
schon zu Beginn selektiert, wird der später eventuell ebenso selektieren.

Zudem kannst du nebenbei oder in den Ferien sicherlich irgendwelche
Praktika machen - das kann ich auch nur empfehlen. Hilft doppelt, da
man dies auch anrechnen lassen kann (siehe das Universitätsgesetz).

Wobei man auch die BOKU fragen muss, wieso das LBT Studium derart
viel länger dauert als die anderen Curricula.

Apropos - Prüfungen die du absolviert hast, kannst du auch in anderen
Curricula verwenden wenn vom "Umfang und Inhalt" gleich. Zudem kannst
du ein individuelles Studium konzipieren; dies ist etwas aufwendig und ich
empfehle hier auch als Mitbeleger an anderen Universitäten aktiv zu sein
lange bevor du den eigentlich Antrag stellst.

Die BOKU versucht hier Studenten davon abzuhalten aber lass dich
nicht entmutigen - das ist das System. Im Universitätsgesetz gibt es
gewisse, verankerte Rechte die die BOKU nicht ignorieren kann auch
wenn sie es versucht (zum Beispiel "bla bla bla das Dekanat hat per
Beschluss beschlossen das STEOP Lehrveranstaltungen nicht
angerechnet werden können bla bla bla" - davon steht nix im Unigesetz,
somit ist es völlig ungültig; leider lügt hier die BOKU frech herum)

https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassu ... r=20002128

Solltest du hier konkrete Ratschläge benötigen, nutze die ÖH. Die
wissen zwar selbst auch nicht immer alles, haben jedoch eine gewisse
Infrastruktur inklusive Rechtsberatung.

Zum Thema Prüfungen - lass dich nicht zusehr entmutigen und konzentriere
dich auf die Lehrveranstaltungen die du schaffen möchtest. Es bist nicht
per se du der hier im System Probleme hat, sondern das Idiotensystem
versucht eben stark zu selektieren.

Beispiel: Ich habe Allgemeine Mikrobiologie erst beim dritten Mal bestanden,
haben jedoch ungefähr ~8 Lehrveranstaltungen in Mikrobiologie zuvor
bestanden gehabt (Mikrobiologie an der TU Wien im Master Biotechnologie,
Mikrobiologie im AW Curriculum, Mikrobiologie I und II an der Uni Wien,
dazu noch einige weitere Mikrobiologie-Lehrveranstaltungen).

Es lag nicht an mir sondern an dem System Studenten möglichst "flunken"
zu lassen und selektiv zu kontrollieren wer durchkommt um die
Absolventenzahlen zu kontrollieren. Was ärgerlich ist das diese knockout
Prüfungen weiterhin bestehen, zusätzlich zum Aufnahmetest, der STEOP
etc... - es werden laufend weitere Restriktionen auferlegt ohne das dies
für die Studenten IRGENDEINE Verbesserung bewirkt. Man vergleiche
das alte Diplomstudium hierzu.


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