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LBT - Lebensmittel und Biotechnologie • Thema anzeigen - Studienabbruch?
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 Betreff des Beitrags: Studienabbruch?
 Beitrag Verfasst: 13.11.2017, 08:35 
Versuchskaninchen
Versuchskaninchen

Registriert: 25.09.2017, 18:13
Beiträge: 5
Hallo!
Ich spiele schon länger mit dem Gedanken, ob das Studium das richtige für mich ist. Ich habe sehr oft das Gefühl, dass ich nicht gut genug bin und es nicht schaffen werde. Mein Problem ist, dass ich schon im 3. Semester bin und durch einen Studienabbruch die Familienbeihilfe verlieren würde.
Dadurch, dass ich dieses Semester auch nicht in Mibi Übungen reingekommen bin, hat mich das noch mehr demotiviert. Hat jemand von euch Erfahrungen mit Studienabbruch/Wechsel bzw war in einer ähnlichen Situation?


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 Betreff des Beitrags: Re: Studienabbruch?
 Beitrag Verfasst: 13.11.2017, 12:32 
Laborjunky
Laborjunky
LBT User Foto

Registriert: 30.11.2008, 17:45
Beiträge: 558
Hi,

hierzu gibt es schon paar Posts, kannst dich da mit den Leuten verbinden:

viewtopic.php?f=106&t=7353

viewtopic.php?f=106&t=7395

Zu deiner Situation kann ich mich nicht äußern, weil ich nicht weiß was du bekommst/verlierst wenn Situation X eintreten würde.

Allgemein sag ich zu jedem der in so einer Situation ist: Scheiß dich nicht an! :roll:

zum Thema Dauer des Studiums:
Kein Schwein interessiert es, ob man 3 Jahre oder 10 Jahre dafür braucht! Man muss dem zukünftigen (fixen) Arbeitgeber zusätzliches Input bieten können, was man sonst noch in seinem Bereich erlebt und gemacht hat außer vor einem Buch zu sitzen und es bei der Prüfung hochzukotzen.
Nur weil du jetzt in eine bestimmte Übung nicht reingekommen bist, kann es dir egal sein! Nutze die Zeit dafür gescheit, mach andere Prüfungen, lerne was neues, mach ein Praktikum sogar, auch wenn es für länger ausgeschrieben ist (sind jetzt bei uns eh schon auf 4 Wochen gekürzt worden, statt den 8 Wochen).
Am Ende des Studiums wirst draufkommen, dass das Studium bzw. dein Diplom nur als Ticket zur höheren Arbeitswelt dient und du in der Arbeit selber alles neu lernen musst, weil jede Firma ihre eigene Religion hat, wie sie was macht. :mrgreen:

Zum Thema finanzielles:
Hast du einen gesunden Körper, Arme und Beine? Wenn ja, dann ist man fähig neben dem Studium arbeiten zu gehen, von geringfügig bis 20h/Woche ist komplett in Ordnung. Das macht sich auf deinem CV auch besser als vom Staat die Zuschüsse zu kassieren und dann erst recht nichts auf die Beine zu bekommen.
Fühl dich deshalb nicht angegriffen, in anderen EU Ländern gibt es sowas nicht und man muss sich von Wasser und Luft ernähren...

Ehrlich jetzt, frag dich mal ob du das Studium nicht fortsetzen magst weil es dich nicht vom Stoff interessiert, oder ist es wirklich nur "zu schwer" in paar Bereichen wo man nur bissl mehr Zeit und Nerven investieren müsste, damit es klappt?
Wenn es dir zu schwer ist im Sinne dass dir jemand einen Stundenplan setzen soll, dann geh auf eine Fachhochschule die nach dem Schulprinzip funktioniert, wo dir alles vorgegeben wird, wann wie und wo was zu machen ist.
Ansonsten nimmst du dir ein Studium das "leicht" ist, aber am Ende stehst du ohne Job da.

Der Text mag sich etwas pessimistisch lesen oder sogar "böse", aber verdammt nochmal irgendwann muss man erwachsen werden, sich selber um Sachen kümmern können und auch mal sich die Zähne ausbeißen wenn es hart wird.
Es ist leider so, dass das Studium dir ideal zeigt, aus was du gemacht bist.
Spätestens nach dem Studium, wird dir keiner die Hand halten und dich loben oder eine rosa rote Welt versprechen.

Entweder lernst du hier, wie man mit welchen Problemen klar kommt, was zu tun ist oder du wirst später "draußen in der Welt" es hart erfahren wo immer ein Wettbewerb stattfindet und jeder ersetzbar ist.
Sei nicht eine von den Leuten, die so leicht aufgeben wollen sobald sie auf ein Problem stoßen....


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 Betreff des Beitrags: Re: Studienabbruch?
 Beitrag Verfasst: 13.11.2017, 12:36 
Versuchskaninchen
Versuchskaninchen

Registriert: 24.04.2013, 19:34
Beiträge: 10
Hallo
Ich finde es wird in den höheren Semestern dann einfacher weil man die Grundlagen schon hat und sich vieles wiederholt. Also natürlich nur wenn du auf Verständnis lernst, nicht wenn man immer nur Zusammenfassungen von anderen auswendig lernt. Wegen dem Labor find ich solltest du dir keine Sorgen machen, du findest sicher was anderes was du statt dessen machen kannst. Man muss ja nicht immer alles strikt nach Studienplan machen. Aber natürlich kann dir letztendlich niemand die Entscheidung abnehmen. Wie das mit Familienbeihilfe und so ist, fragst du am besten bei der ÖH nach.
lG


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 Betreff des Beitrags: Re: Studienabbruch?
 Beitrag Verfasst: 15.11.2017, 09:57 
Mikroskopierer/in
Mikroskopierer/in
LBT User Foto

Registriert: 17.11.2009, 08:53
Beiträge: 206
Das ist eine sehr individuelle und persönliche Entscheidung, die dir niemand abnehmen kann. Niemand kennt deine Situation besser als du selbst, daher musst du selbst einige Fragen klären:

- Interessiert mich das Studium wirklich?
- Gibt es genügend Spekte, die mir daran Spaß machen?
- Nach dem Durchstöbern der Masterstudien: Gib es ein Studium, das mich anspricht und auf welches es sich auszahlt hinzuarbeiten?

Außerdem kann ich in solchen Situationen nur empfehlen, einige (freie) Wahlfächer einzuschieben, dann hast du eine kleine Atempause, verlierst nichts und hast dann vllt neue Motivation für die Hauptfächer.

Und vergiss nicht, im Bachelor sind gerade die ersten 3-4 Semester stark darauf ausgelegt, Studenten zu vergraulen, da muss man durch!
Ich bin der festen Überzeugung, dass auch dieses Studium für praktische jeden machbar ist. Es ist oft rein eine Frage des Durchhaltevermögens, da manche sehr viel mehr Zeit investieren müssen als andere.


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 Betreff des Beitrags: Re: Studienabbruch?
 Beitrag Verfasst: 16.11.2017, 12:45 
Mikroskopierer/in
Mikroskopierer/in

Registriert: 11.11.2012, 12:46
Beiträge: 214
Die BOKU möchte die Zahl der Studenten im LMBT Studium limitieren.

Das führt auch dazu, das das Curriculum komplett mit Stoffinhalten überladen ist; vieles davon wird man später sowieso nie wieder brauchen. Was machst du mit Anlagenbau wenn du selbst keine Anlagen baust oder mit diesen zu tun hast?

Es gibt real auch so gut wie keine Wahlmöglichkeiten. Sieht man sich das AW Curriculum an, so sieht man das es Schwerpunktfächer gibt, etwa 20-30 ECTS an Auswahlmöglichkeiten.

So etwas hat man nicht im LMBT Bachelor Curriculum.

Interessanterweise gibt es diese Auswahlmöglichkeiten auch im Master Biotechnology.

Zudem sind die Lehrveranstaltungen im Master auch durch die Bank viel einfacher als im Bachelor.

> Ich bin der festen Überzeugung, dass auch dieses Studium für praktische jeden
> machbar ist. Es ist oft rein eine Frage des Durchhaltevermögens, da manche
> sehr viel mehr Zeit investieren müssen als andere.

Das ist dann immer eine Frage ob es zeitlich machbar ist, vor allem wenn, wie du
sagst, man berufstätig ist. Dann studiert man auch lange rum, und das garantiert
alleine noch gar keinen Abschluss.


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 Betreff des Beitrags: Re: Studienabbruch?
 Beitrag Verfasst: 16.11.2017, 12:59 
Mikroskopierer/in
Mikroskopierer/in

Registriert: 11.11.2012, 12:46
Beiträge: 214
Apropos, was ich Julya empfehlen kann:

- Schreib dich in mehrere Curricula ein, an verschiedenen Universitäten. Zum Beispiel als Mitbeleger, oder direkt als regulärer Student in einem Curriculum. Du hast dadurch keine Nachteile sondern nur Vorteile (abgesehen davon das du einmal zu der Studienabteilung hingehen musst). Per Unigesetz kannst du dir Prüfungen anrechnen lassen, sofern diese inhaltlich vergleichbar sind, und die ECTS Punkte mehr, ident oder nicht mehr als 20% abweichen. Zudem hast du die Möglichkeit ein individuelles Studium zu erstellen. Blödsinnige Aussagen aus der Fachstuko hierzu kannst du getrost ignorieren; ist aber dennoch ein ziemlicher Aufwand dieses zu erstellen. Aber auch aus dieser Hinsicht kannst du ja problemlos nebenbei Prüfungen auch an anderen Universitäten ablegen, TU Wien, Uni Wien etc...

- Zu Molbio Übungen, frag wenn du mehr Zeit hast, zum Beispiel in den Ferien (Sommerferien oder so) mal in Labors nach. Kann an der BOKU sein, kann aber auch woanders sein wie an der Meduni. (Vorher frag mal jemanden der nett ist; Prof. Staudacher, Rüker, Kunert, Altmann zum Beispiel, idealerweise in der Sprechstunde.) Es gibt immer prinzipiell die Möglichkeit, auch im Unigesetz verankert, das man Praxiserfahrung im Labor angerechnet bekommt.

Apropos, du kannst ja gewisse Übungen vorziehen auch aus dem Master, wie zum Beispiel https://online.boku.ac.at/BOKUonline/wb ... pNr=278762 "Exercises in molecular biology (in Eng.)". Prof. Hauser ist auch sehr nett und auch beim Epigenetik-Beispiel beteiligt.

Aber letzten Endes musst du selbst entscheiden ob du das richtige Studium studierst. Ich fand das LMBT Studium viel zu überfüllt und teilweise auch unnötig. Um ein Vergleichsbeispiel zu geben - an der TU Wien gibt es Verfahrenstechnik. Ok, das ist eindeutig mathematisch-technisch fokussiert (technische Chemie an der TU Wien hingegen ist sehr gut meiner Meinung nach, besser als Verfahrenstechnik). Worauf ich hinaus möchte - es gibt da zum Beispiel in der STEOP die Lehrveranstaltung "Grundlagen des Programmierens für MB WIMB und VT" zu 4.0 ECTS. Primär anhand der Programmiersprache Python. Vergleichbares gibt es nicht an der BOKU, zumindest nicht im LMBT Curriculum (die KTWW haben etwas mit Delphi und Matlab; und es gibt dann noch Perl Programmierung bei Prof. Himmelbauer und noch etwas mit Perl ... und dann noch Java bei Modler oder Moder oder so ... und noch irgendwas das ich gerade vergessen habe... bei den Wettervorhersage-Department oder so. Aber nix mit Python soweit ich das sehen kann.)

Unigesetz:

https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassu ... r=20002128


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 Betreff des Beitrags: Re: Studienabbruch?
 Beitrag Verfasst: 16.11.2017, 19:15 
Laborjunky
Laborjunky
LBT User Foto

Registriert: 30.11.2008, 17:45
Beiträge: 558
shevy hat geschrieben:
- Zu Molbio Übungen, frag wenn du mehr Zeit hast, zum Beispiel in den Ferien (Sommerferien oder so) mal in Labors nach. Kann an der BOKU sein, kann aber auch woanders sein wie an der Meduni. (Vorher frag mal jemanden der nett ist; Prof. Staudacher, Rüker, Kunert, Altmann zum Beispiel, idealerweise in der Sprechstunde.) Es gibt immer prinzipiell die Möglichkeit, auch im Unigesetz verankert, das man Praxiserfahrung im Labor angerechnet bekommt.


Zu diesem Punkt muss ich kurz mal stop sagen, bevor du jemanden ins offene Messer reinlaufen lässt.
Von den genannten Profs würde ich zwei definitiv als "mit Vorsicht zu genießen" benennen. Zwei der genannten sind nett, wenn man mit ihnen über das Wetter und triviale Sachen redet, sobald es aber um deren VOs geht oder irgendwas Prüfung relevantes, ganz zu schweigen von sich was anrechnen lassen, dann hört dir eher die Wand zu.

Und zum Punkt Recht und Gesetz:
Bei uns im LBT Bereich gibt es sowas nicht. Warum? Weil man die Profs schwer kündigen kann/vor Gericht was bewegen kann, vor allem in schwierigeren VOs wo es kaum Ersatz für den Prof gibt.
Nein, Gesetze sind da um bis aufs Maximum gebogen zu werden, und das passiert leider bei uns, wo auch weder die ÖH/Studienvertretung und Gott selber was daran ändern kann...


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 Betreff des Beitrags: Re: Studienabbruch?
 Beitrag Verfasst: 06.11.2018, 08:13 
Versuchskaninchen
Versuchskaninchen

Registriert: 06.11.2018, 08:09
Beiträge: 1
Alles klar, dann werde ich das mal versuchen!!!

Zitat:


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