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LBT - Lebensmittel und Biotechnologie • Thema anzeigen - Meinung zu Covid19
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 8 Beiträge ] 
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 Betreff des Beitrags: Meinung zu Covid19
 Beitrag Verfasst: 04.03.2020, 11:35 
Versuchskaninchen
Versuchskaninchen

Registriert: 04.09.2016, 16:20
Beiträge: 29
Hallo!
Was ist eigentlich eure Meinung zu derzeitigen Lage vom Coronavirus? Habt ihr Angst davor, was vielleicht noch kommen könnte? Oder seid ihr da eher entspannt? Was sagt ihr generell zu der ganzen Situation? Würde mich wirklich interessieren!
Lg Marie


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 Betreff des Beitrags: Re: Meinung zu Covid19
 Beitrag Verfasst: 04.03.2020, 13:16 
Mikroskopierer/in
Mikroskopierer/in
LBT User Foto

Registriert: 17.11.2009, 08:53
Beiträge: 226
Nach meinem momentanen Wissensstand wird sich der Virus, ob seiner hohen Virulenz und geringen Mortalität, weltweit etablieren ähnlich der Grippe-Viren. Es werden Impfstoffe entwickelt werden und das Problem mehr oder weniger kontrolliert werden - abhängig davon wie schnell der Virus mutiert. Die nächsten Jahren werden es wohl zeigen.

Da ich und sicher die meisten anderen hier nicht zu den YOPIS gehören, ist Angst alles andere als angebracht. Die persönlichen Hygienerichtlinien sind natürlich trotzdem strikt einzuhalten.

Hamsterkäufe und die ganze 24h-Panikmache sind mMn ziemlich unangebracht!

EDIT: Die Angst vor dem Virus ist potentiell gefährlicher als der Virus selbst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Meinung zu Covid19
 Beitrag Verfasst: 07.03.2020, 21:45 
Hefenzüchter/in
Hefenzüchter/in

Registriert: 11.11.2012, 12:46
Beiträge: 291
Meine Meinung ist der von Agnosticus nicht unähnlich, wobei ich jedoch nicht die
selbe Meinung habe. Zum Beispiel sehe ich nicht wie das Corona(RNA) Virus
ähnliche Eigenschaften haben sollte wie Grippe-Viren (Influenza). Da gibt es
ja viele Unterscheide, zum Beispiel das kein segmentiertes Genom vorliegt
beim Corona-Virus. "Antigenic drift" gibt es bei praktisch allen viralen Genomen,
vor allem RNA-Genome, da deren Polymerasen kodiert im Genom vorliegen
müssen, und soweit mir bekannt nie proofreading Aktivität haben (bei DNA-Viren
ist das ein wenig anders, da die meisten von ihnen die zelluläre Polymerase
benutzen, mit ein paar Ausnahmen wie Retroviren, die ja eine reverse
Transkriptase Aktivität benötigen; Fehler passieren jedoch IMMER in JEDER
Replikation, somit per Definition auch IMMER Mutationen - denn das sind
ja Fehler. Gibt ja nur 4 Möglichkeiten pro DNA-slot im Genom.).

Wir haben zwei Vergleichsfälle, und zwar SARS und MERS. MERS war nicht
so bekannt, SARS jedoch schon. Covid19 ist wohl virulenter als SARS,
verbreitet sich daher leichter/schneller, ist jedoch weniger gefährlich. Das kann
man an den relativen Todeszahlen ablesen. Gibt deutlich mehr Infizierte bei
Covid19 als bei SARS, und dann natürlich auch mehr Todesfälle, aber nicht
so viele das die Krankheit extrem gefährlich wäre.

Zum Vergleich: Polio damals in den USA; oder Influenza 1918 mit Millionen
Toten. Aktuell, soweit ich die Zahlen korrekt habe, gibt es global etwa
3300 Tote durch Covid19. Das ist viel; das ist schlimm für jeden Einzelfall
und Angehörige, aber das geht nun bald 3 (!) Monate. Für 3 Monate sind
3300 Tote "lächerlich" vergleichen mit anderen Krankheiten. Zum Vergleich:
in Deutschland alleine sterben an Influenza um die 30.000 Menschen pro
Jahr (oder mehr). Zudem sind viele dieser Personen alt oder haben ein
geschwächtes Immunsystem - das stimmt natürlich nicht immer, aber
statistisch gesehen ist es nun mal so.

Was da für ein medialer hype umgeht ist meiner Meinung nach unlogisch.
Die Medien wollen Panik fördern und hypen. Das Spielchen spiele ich
nicht mit. Mein Verhalten hat sich genau Null verändert. Ich weiss auch
das ich nicht am Coronavirus erkranken werde, ebensowenig wie
an Influenza oder sonstwas. Klingt arrogant, ist aber so (ich habe ein
gutes Immunsystem; das letzte mal war ich als Jugendlicher krank,
danach nicht mehr, wenn man mal von Schnupfen absieht der
meist nur ein paar Tage dauert und eher selten bei mir ein Problem
ist).

Was hier für ein ökonomischer Schaden angerichtet wird ist einfach
nur noch unfassbar. Und dann beteiligen sich die an diesem fake
Gescheisse wie "Händewaschen hilft". So ein Unfug - Aerosole
gibt es nicht mehr? Und Händewaschen eliminiert Viren? Na da
haben wir offensichtlich etwas neues gelernt - Händewaschen
ist absolut sicher! Oder die Masken ... yo ... die Porengrösse
ist grösser als der Durchmesser des Virionpartikels. Das wird
sicher helfen ja? Ich mein ... wenn die Pore grösser ist als
die Substanz, dann filtert die das weg, oder? ;)

Und das ganze geht so weiter ... wobei wir noch gar nicht auf
andere Probleme eingegangen sind wie Masken die selbst
Dreckschleudern werden.

Man stirbt ja übrigens so gut wie nie direkt am Virus selbst
sondern an einer begleitenden Lungenentzündung, die dann
wiederum primär von Bakterien verursacht wird.

Ich könnte da noch weiter schreiben aber dieser ganze hype
ist einfach nur noch eine Beleidung für die Intelligenz, von
Seiten der Medien. Die WHO hat bis heute nicht von einer
Pandemie gesprochen - das sollte zu Denken geben. (Wobei
ich sogar sagen würde, das, wenn man eine Pandemie streng
definieren würde, man Covid19 als Pandemie bezeichnen
müsste - offenkundig möchte die WHO dies nur bei gefährlichen
Krankheiten tun, und mit Stand heute ist dies, soweit mir bekannt,
NICHT der Fall. Bei Influenza wie H5N1 etc... war das aber so,
das ist als Pandemie definiert. Also mir muss man ja nix glauben,
aber wenn die WHO auch nicht zur Einschätzung gelangt das
es eine Pandemie ist, dann ist es wirklich mühsam wenn Medien
hier Stimmung machen und Panik verbreiten. Da profitieren
einige finanziell davon - erst kurz der Fall von dem Deutschen,
der Masken um 60 Cent gekauft, und um 20 Euro verkauft
hat, im online shop.)

Zum Thema Impfstoffe: das wird genauso ineffektiv sein wie gegen
SARS oder Rhinoviren. Auch der Schutz gegen Influenza ist sehr
bescheiden - das ist ja auch ein Grund wieso die WHO jedes Jahr
neue Empfehlungen ausgibt, um die verbreitesten Stämme abzudecken
(denke es ist eine Kombinationsschutzimpfung gegen 4 Stämme).

Auch die Impfstoffhersteller "profitieren" vom hype finanziell, das ist
auch klar (wobei ich natürlich nicht sage das Impfungen nutzlos oder
sinnlos sind; Impfungen von Kindern gegen Polio sind zum Beispiel
völlig uneingeschränkt sinnvoll, auch mit den geringen Problemen -
werden Neuronen zerstört so hat man in Summe gesehen einen
unverhältnismäßig höheren Schaden. Sie die "iron lungs" - da sieht
man auf youtube ein paar interessante Dokumentation.).

So nun abschliessend zur Frage:

"Was ist eigentlich eure Meinung zu derzeitigen Lage vom Coronavirus? Habt ihr Angst davor, was vielleicht noch kommen könnte? Oder seid ihr da eher entspannt? Was sagt ihr generell zu der ganzen Situation? Würde mich wirklich interessieren! "

Nope, Angst habe ich nicht. Mein Verhalten ändere ich ebensowenig - wobei mein Verhalten so oder so nie ein Problem darstellte.

Angst vor "was kommen könnte" habe ich auch nicht. Wieso auch? Dazu gibt es keinen grund.

Ich glaub das es langsam ab abklingen ist; das wird zuerst in China langsam abklingen, und dann später auch anderswo. Wir hier in der EU haben ja aktuell gerade den Panik-Höhepunkt; auch der wird wieder vergehen. Schauen wir mal ob der hype in 2 Monaten noch andauert.

Der ökonomische Schaden ist jedoch enorm, wenn ganze Stadtteile abgeriegelt (!) werden. Das würde mich auch aufregen wenn die Polizei mit Sturmgewehr auftaucht und Menschen einsperrt - denn genau das ist eine "Quarantäne". Man verliert seine Freiheit sich zu bewegen. Mag durchaus sinnvoll sein in manchen Fällen - es ist jedoch per Definition der Verlust der Freiheit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Meinung zu Covid19
 Beitrag Verfasst: 07.03.2020, 21:50 
Hefenzüchter/in
Hefenzüchter/in

Registriert: 11.11.2012, 12:46
Beiträge: 291
Wobei ich noch hinzufügen muss: mal abgesehen vom hype, den ich absolut nicht mag, ist das ganze nicht ganz "schlecht", in dem Sinne das man besser vorbereitet sein kann. Das war in Taiwan so, da gab es relativ wenig Infizierte da sie aus SARS damals gelernt haben.

Für Biotechfirmen ist es auch nicht uninteressant, auch wenn man kein Produkt assoziiert - da gibt es dann sicher Sekundäreffekte, auch für Biotechnologen. Sich mit Viren/Phagen zu beschäftigen ist nie verkehrt. Computerkenntnisse mögen auch hilfreich sein (das Genom von Covid19 ist ja sequenziert und bekannt; jetzt kann jeder bei Interesse über reverse vaccinology Strukturkomponenten identifizieren. Ähnliches hat ja auch die Firma von Penninger gemacht, indem sie alte Impfstoffe von SARS adaptierte, i. e. ACE2-Hemmer oder wie auch immer die Designation war). Also 100% schlecht ist hype sicher nicht; aber ich sehe da nur etwa 5-10% positives, und eben 95-90% negatives mit diesem aktuellen Deppen-hype.


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 Betreff des Beitrags: Re: Meinung zu Covid19
 Beitrag Verfasst: 09.03.2020, 10:39 
Mikroskopierer/in
Mikroskopierer/in
LBT User Foto

Registriert: 17.11.2009, 08:53
Beiträge: 226
Jedenfalls ist die Situation sehr spannend! Abseits der biotechnologischen und epidemiologischen Aspekte hat die Krise noch so viele, zusätzliche Facetten, dass man entweder eine weitreichende, weltweite Kalamität oder eben eine große Chance sehen kann.

Alleine, dass die westliche Welt einen Großteil der Medikamentenherstellung nach China ausgelagert hat und davon ein guter Teil genau in der Provinz Wuhan produziert wird - darunter auch viele Antibiotika, hat unglaubliches Sprengpotential, sollte die Pandemie länger anhalten.

Gleichzeitig kommt eine wichtige Diskussion über die tatsächliche Autonomie eines Staates in der globalisierten Welt auf, wenn essentielle Produkte im Kisenfall fehlen, weil sie nicht mehr im Staat und zumeist nicht mal mehr am Kontinent hergestellt werden.

Durch das Erliegenkommen der Wirtschaft in China und Italien (und ws auch durch der daraus resultierenden Ängste), steht uns erneut eine Wirtschaftskrise ins Haus, auf welche wir scheints kaum besser vorbereit sind als noch vor gut 10 Jahren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Meinung zu Covid19
 Beitrag Verfasst: 13.03.2020, 13:25 
Hefenzüchter/in
Hefenzüchter/in

Registriert: 11.11.2012, 12:46
Beiträge: 291
Ich finde das aktuell eine Katastrophe.

Ich studiere auch noch an der TU Wien, im Informatik-Curriculum, mache jedoch auch ein paar Prüfungen aus dem Technischen Chemie Zweig.

Es wurde jetzt eigentlich so gut wie alles abgesagt; zum Teil finden noch Prüfungstermine statt, auch einige Übungen (an der TU), aber ein Beispiel von der BOKU das heute eintrat: nächste Woche Montag wäre die Stem Cells Prüfung gewesen. Die LV möchte ich schon seit ~4 Jahren abschliessen (das ist aber mein Fehler gewesen; ich hab da immer wieder andere LVs besucht, Prüfungen gemacht etc...). Nun ist der nächste Termin erst Ende April, da der aktuelle Termin abgesagt wurde. Hmmm ... also fast eine Woche lernen für nix (praktisch nix), zumal ich vermutlich Ende April nicht Zeit haben werde (mal schaun).

Das geht nun auch für viele andere LVs so. Vor allem prüfungsimmanente LVs ... die wollen die nun nach April verschieben, aber ... das machen fast alle so. Wie geht sich das zeitlich nun aus?

Das ist eine einzige Katastrophe. Ich habe im Februar die Semesterplanung durchgeführt, Anfang März das noch korrigiert - und nun sind ca. 50% der LVs komplett anders, da sie an anderen Terminen durchführen. "Online-Abhaltung" my ass ... das ist eine Ausrede. Die meisten LV-Leiter sind überfordert. An der TU Wien gab es eine die gemeint hat, das wir nun Webinars durchführen müssen und die gekreuzelten Übungsbeispiele gut leserlich vor die Kamera halten sollen ... what the fudge. Mal abgesehen davon das ich keine Web-Kamera habe (wozu, benötige ich ja sonst auch nie). Und dann kann ich die VU nicht machen? Erm ...

(Zum Verständnis: normalerweise ging man dann zu der Übungsgruppe und präsentierte dann sein Beispiel vor Ort, das man auch auf Papier zeichnen konnte; ging um Diagramme von UML-flow charts und ähnliches für die OOP Programmierung allgemein und OOP Techniken.)

> Durch das Erliegenkommen der Wirtschaft in China und Italien (und ws auch durch der
> daraus resultierenden Ängste), steht uns erneut eine Wirtschaftskrise ins Haus, auf welche wir
> scheints kaum besser vorbereit sind als noch vor gut 10 Jahren.

Ich bin mir da nicht ganz sicher. Die Wirtschaftskrise von 2008/2009 hatte ja etwas andere strukturelle Ursachen i. e. die Pleitewelle aufgrund zu hoher Kredite. Das ist aktuell hier bei dem Corona-Hype nicht so der Fall, aber der ökonomische Schaden ist hoch. Für mich aber noch problematisch ist das sich nun alles verschiebt. Die BOKU hat angekündigt das mehr Prüfungstermine in den Sommerferien angeboten werden. Das ist gut aber ... ich würde lieber jetzt möglichst viel absolvieren, damit ich später weniger machen muss (oder anderes tun kann, Teilzeit arbeiten etc...).

> Gleichzeitig kommt eine wichtige Diskussion über die tatsächliche Autonomie eines Staates in
> der globalisierten Welt auf, wenn essentielle Produkte im Kisenfall fehlen, weil sie nicht mehr im
> Staat und zumeist nicht mal mehr am Kontinent hergestellt werden.

Ja, das ist überhaupt eine Frechheit wie Staaten aktuell organisiert sind. Was ist mit Ausgangssperren?
Was schert mich was eine "Regierung", die ich so oder so nicht gewählt habe, hier mit Waffengewalt potenziell durchsetzen möchte? Da kommt dann die Diskussion um die "Gefährlichkeit", tja ...

https://en.wikipedia.org/wiki/2019%E2%8 ... s_pandemic

3 Monate Covid ... 138.000 infiziert, 5082 tot. In Deutschland alleine sterben an Influenza 33.000 Menschen pro Jahr. Das sind einmal die Fakten.

Ich sollte diese Einschränkungen verstehen? Ausgangssperren so wie in Regionen in Italien? Wenn die Fakten einfach dem widersprechen? Das ist eine Pandemie? 5000 Tote, primär ältere Menschen, in 3 Monaten? Wobei man die Frage stellen muss wieso Italien derart versagt. Deutschland hat 3,117 infizierte und nur 7 Tote. Italien hat hier komplett versagt. Spanien ist Versager Nummer 2 in Europa und hat 4,209 infizierte sowie 120 Tote. Rechnet man das auf Italien um ist das dennoch nur 1/3.

Die Rolle von Regierungen gehört komplett überfragt. Das die Medien durchdrehen ist klar, Klicks erzeugen Geld durch Werbung etc...

Das "Regierungen" jedoch auf der Welle mitreiten und ihren Populismus herumposaunen, um primär ein älteres Wählerklientel anzusprechen das weder Fakten noch Ursachen kennt ist ein gewaltiges Problem. Schaut hier irgendwer noch klassisch TV Nachrichten? Ich schau schon seit längerem kaum mehr klassisch TV aber wenn ich mir das ansehe dann ist das von der Qualität her UNFASSBAR SCHLECHT, oft auch einfach nur noch faktisch falsch. Klar gibt es im www ebenso Falschmeldungen, nur habe ich nicht unbedingt eine Quelle die hier "message control" durchführt.

Ich wäre sehr für einen minimalen Staat und direkte Demokratie. Wird es wohl in Österreich nie geben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Meinung zu Covid19
 Beitrag Verfasst: 13.03.2020, 16:11 
Mikroskopierer/in
Mikroskopierer/in
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Registriert: 17.11.2009, 08:53
Beiträge: 226
Ok, da muss ich bei einigen Punkten widersprechen!

Es sollte allgemein bekannt sein, dass 20% der Covid19-Fälle einen schweren Krankheitsverlauf nehmen und 5% daran sterben. Die jetzigen Maßnahmen dienen dazu die (unausweichliche) Verbreitung zu verlangsamen, damit die Kapazitäten der Krankenhäuser nicht überschritten werden - Intensivstationen lassen sich nun mal schwer aus dem Boden stampfen. Was passiert, wenn man die schweren Fälle nicht mehr entsprechend behandeln kann? Die aktuell geringe Mortalität geht in die Höhe!
In Italien kann man jetzt schön sehen, was passiert, wenn die Krankenhäuser nicht mehr nachkommen...

Jetzt ist tatsächlich Solidarität gefragt: Jeder muss 1-2 Monate Abstriche bei der Arbeit, bei Sozialkontakten, der Ausbildung, etc. machen. Du bist bei weitem nicht der einzige, dem's hier die Planung verhaut, jeder muss sich jetzt situationsentsprechend adaptieren.
Ich kann dadurch auch meine Defension nicht so bald machen wie gewünscht, weil die Studienabteilung mit der Bearbeitung meines Antrags nicht weitermacht. Jobsuchen ist jetzt auch ziemlich verhagelt.
Aber wenn man durch diese kollektiven Abstriche den Kollaps des Gesundheitssystems verhindert und - das klingt jetzt kitschig, aber es ist wahr - Menschenleben dadurch gerettet werden, dann sollte man sich über seinen eigenen Kleinkram, wie Prüfungen, die man nicht absolvieren kann, lieber bedeckt halten. Hierzu fällt mir nur eine Eigenschaft ein, die häufig den Millenials zugeschrieben wird: entitled.

Und wie gut Systeme mit "weniger Staat" funktionieren, das sieht man im UK und den USA. Für die, die immer noch dran glauben, dass weniger Staat mehr Freiheit bedeutet, gibts ja die NEOS und die Blauen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Meinung zu Covid19
 Beitrag Verfasst: 15.03.2020, 14:59 
Mikroskopierer/in
Mikroskopierer/in
LBT User Foto

Registriert: 17.11.2009, 08:53
Beiträge: 226
Ad Wirtschaftskrise:

Der Auslöser der Krise 08/09 war ein anderer, aber der Effekt wird ein ähnlicher sein:

Der Wirtschaftsforscher Stephan Schulmeister sieht übrigens auch die Parallelen zu 2009, mit dem Unterschied, dass die Banken jetzt eine etwas höhere Eigenkapitalquote erfüllen müssen, was aber nur ein unzureichender Puffer darstellen wird.

Quelle: Falter-Podcast
https://play.acast.com/s/falter-radio/f ... a4d30e45d5


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