Hi,
so pauschal lässt sich das schwer beantworten, weil die Gründe dafür in ganz unterschiedliche Richtungen gehen können. Ich habe auf dieser Seite sehr hilfreiche Infos und Tipps dazu gefunden:
https://www.schmerzmittel.org/tilidin/t ... rkt-nicht/ – unter anderem wird dort erklärt, warum der Körper sich bei regelmäßiger Einnahme an den Wirkstoff gewöhnt und die gleiche Dosis mit der Zeit weniger bringt als am Anfang. Bei mir war genau das der Fall, und erst als ich verstanden habe, dass das bei Opioiden ein ganz normaler Vorgang ist, konnte ich gezielter nach Lösungen suchen.
Tilidin wird ja erst in der Leber in seine aktive Form umgewandelt, und alles was diesen Prozess beeinflusst, kann die Schmerzlinderung abschwächen oder verzögern. Ich habe mein Tilidin früher einfach irgendwann genommen, meistens direkt zum Essen, und mir dabei überhaupt keine Gedanken über den Zeitpunkt gemacht. Irgendwann habe ich dann angefangen, die Einnahme von den Mahlzeiten zu trennen, vor allem von fettreichem Essen, und allein das hat bei mir einen deutlichen Unterschied gemacht. Rückblickend ärgere ich mich ein bisschen, dass ich da so lange einfach drauflos gemacht habe, ohne das zu hinterfragen.
Mir ist dann auch aufgefallen, dass mein Magensäureblocker, den ich parallel genommen habe, die Aufnahme von Tilidin beeinflusst hat. In der Apotheke kann man einen Wechselwirkungscheck machen lassen, das geht dort über die Software und dauert nur ein paar Minuten. Das würde ich dir auf jeden Fall empfehlen, gerade wenn du noch andere Mittel einnimmst, egal ob verschrieben oder frei verkäuflich.
Und bei den Retardtabletten sollte man aufpassen, dass man die wirklich im Ganzen schluckt. Ich habe die am Anfang geteilt, weil ich dachte, ich kann die Dosis so besser anpassen, und das war ein ziemlicher Fehler. Die Tabletten geben den Wirkstoff gleichmäßig über mehrere Stunden ab, und wenn man die teilt oder zerkaut, geht das verloren. Seitdem ich die ganz lasse, ist die Wirkung über den Tag verteilt viel gleichmäßiger.
Bis bald