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LBT - Lebensmittel und Biotechnologie :: Thema anzeigen - Probleme im Medizinischen Schwerpunkt
LBT - Lebensmittel und Biotechnologie
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Probleme im Medizinischen Schwerpunkt
http://www.lbtforum.at/forum/viewtopic.php?f=139&t=6361
Seite 1 von 1

Autor:  mikrotubuli [ 17.10.2014, 11:43 ]
Betreff des Beitrags:  Probleme im Medizinischen Schwerpunkt

Ich muss es an dieser Stelle mal loswerden: Die Koordination mit der MedUni funktioniert mäßig.

Gestern sind die Prüfungsergebnisse von Pathophysiologie gekommen und wenn man sich das Ergebnis ansieht muss man glaube ich nicht mehr erwähnen, dass die Prüfung irgendwas war. 10 von 15 Leuten negativ!
Ich war in der Vorlesung und habe auch gelernt, geprüft wurden fast nur Symptome von Krankheiten, die teilweise nicht mal richtig durchgenommen wurden.
Sogar der Rücker hat bei der Aufsicht gesagt dass die Prüfung im Vergleich zu den ECTS viel zu umfangreich ist bzw. das in keinem Verhältnis steht.

Der nächste Punkt: Clinical Studies
Es gibt jetzt wieder einen Jännertermin, aber da gibt es begrenzte Plätze und zudem kann man das Fach nur absolvieren wenn man da anwesend ist. Ich hatte letztes Jahr zB Biochemie II UE (und seit einem halben Jahr auf diesen Laborplatz gewartet) und konnte nicht daran teilnehmen. Diejenigen die 2015 nicht an der Blockveranstaltung teilnehmen können werden sich vermutlich auch ziemlich ärgern. (die Termine kamen übrigens ins BOKU Online als ich der Professorin von der MedUni geschrieben habe, war also auch nicht ohne zutun. Letztes Jahr war es nämlich erst im Dezember)

Dann gibt es derzeit kaum Prüfungstermine. Immunbiologie, Onkologie und Patho wurden alle gemeinsam abgehalten, dass man eigentlich nur eine Prüfung schreiben konnte. Für Biological Therapeutics gibt es dieses WS gar keine Prüfungstermine sondern erst wieder ab März.

Versteht mich nicht falsch, ich find die Kooperation und auch die Fächer super und sehe, dass viele Professoren sehr bemüht sind. Natürlich kann auch nicht alles auf Anhieb klappen. Aber gleichzeitig sehe ich bei vielen Studienkollegen, dass gerade im medizinischen Schwerpunkt viel verlangt wird und es eine ziemliche Herausforderung ist, die Prüfungen auch ablegen zu können. Viele verzichten dann natürlich auf den Schwerpunkt und kombinieren lieber Fächer aus den übrigen Zweigen. Aber das soll ja auch nicht der Sinn dahinter sein.

Ich denke nur, dass man Studenten, die gerne den Medizinischen Schwerpunkt abschließen möchten nicht unnötig das Leben schwermachen sollte mit zu wenig Prüfungsterminen etc. Vielleicht könnte die Studienvertretung sich da einsetzen und (gemeinsam mit Prof.Rücker?) ein Gespräch suchen.

Und für alles, was bereits erreicht wurde: DANKE!
Ist sicherlich nicht immer leicht, zwischen zwei großen Unis eine Kooperation aufzubauen!

LG

PS: Falls das alle anders sehen, freue ich mich auch über andere Meinungen natürlich. Das hier ist nur meine persönliche. Und der Ärger über die wenigen Prüfungstermine kommt bei mir auch in erster Linie daher, dass ich fertig werden möchte/muss und daher unter Zeitdruck stehe.

Autor:  lalelu [ 17.10.2014, 15:36 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Probleme im Medizinischen Schwerpunkt

Hallo!

Also im Prinzip finde ich dass gerade dieser Schwerpunkt eigentlich sehr gelungen ist- besonders was die Vorlsesungstermine der verschiedenen LVAs betrifft ist der Schwerpunkt eigentlich ziemlich gut abgestimmt!

Ich kann ab hier nur noch von meiner persönlichen Erfahrung berichten:

Patho- das Problem ist bei dieser Vorlesung altbekannt- es war letztes Jahr nicht anders- und Professor Rüker hat meines wissen nach, mehrmals mit ihm persönlich geredet, dass er doch bitte die Prüfung bzw. die Vorlesung umstellen soll- ich hab die neue Prüfung noch nicht gesehen- aber anscheinend hat es wieder nicht funktioniert! Ich weiß nicht, was man da genau noch machen soll, wenn man ihn fragt redet Professor Rüker sicher nochmal mit ihm (wenn er es nicht eh schon getan hat)- nur ob es was bringt ist die Frage!

Prüfungstermine für MedUniSachen- Wieder: Prof. Rüker ist wirklich unglaublich bemüht. Und er prüft fast alles bei seinen Vorlesungen mit- wir haben ihn wegen Patho gefragt- und nächste Woche kommen zwei neue Termine! Und wenn man ihn wegen dem Rest fragt- es kommen sicher auch Termine für die anderen MedUniSachen!!!

Biological- auch hier selbe Situation- ich habs schon gemacht, aber auch nicht am ersten Termin- ich hab Frau Prof. Kunert ne liebe Mail geschrieben- und sie hat binnen einer Stunde nicht nur ne liebe Mail zurückgeschrieben, sondern auch noch nen Termin gestellt!

Die generelle Koordination der LVAs: Ich kann dir nur sagen, bei mir und sehr vielen anderen Studenten die ich kenne- es blockiert uns nicht die Koordination der LVAs oder der Mangel an Prüfungsterminen-(alle die wollen schaffen es locken in Mindestzeit)
ich scheitert einfach daran, dass wir für einzelne LVAs sehr lange lernen- aber dafür sind wir ja Biotechnologen hiphip - hurry :-)

Autor:  Lycaon [ 17.10.2014, 16:09 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Probleme im Medizinischen Schwerpunkt

Also dass die ECTS in keinem Zusammenhang mit dem Stoffumfang stehen, dürfte nach dem Bakk mittlerweile klar sein (eine Aussage vom Wendland war mal, dass man 3 Monate für seine Prüfung lernen soll - hab vergessen ob es ESI oder MTV war).

Warum Patho immer so in die Hosen geht, weiß ich noch nicht, da ich noch nie angetreten bin. Prüft er (oder beide?) denn Dinge, die nicht auf den Folien stehn? Das wäre ziemlich fies, weil man in der Vorlesung wirklich genau nach den Foliensätzen geht. Oder prüft er einfach zu genau?
Aber Prof. Rüker versucht wirklich, diese Probleme zu lösen und "buttert" da auch viel seiner Zeit rein.

Exkurs: Was mich persönlich aber gerade mehr nervt ist Bioprocess Engineering I. M.M.n eine komplett überflüssige Prüfung, bei der man nach der Vorlesung (hauptsächlich Theorie) plötzlich den gesamten Doran beherrschen soll und alle Rechnungen stante pede lösen können soll. Ich dachte, diesen didaktischen Stumpfsinn hätte ich nach dem Bachelor mit MTV/ESI hinter mir.
Anstatt den Studenten in der VO beizubringen, wie man diese Probleme löst (als Beispiel sei hier die Aufstellung von Materialbilanzen nach einem Standardschema genannt, oder die Herleitung der Zustandsänderungen in der Thermodynamik was eigentlich wirklich nicht schwer ist und wirklich viel zum Verständnis beiträgt!) und den Fokus auf Rechenübungen zu legen (seltsamerweise dann erst in BPE II), quasseln die uns 3 Stunden mit für die Prüfung unrelevanten Fakten zu. Gäbe es keine Hilfe seitens der Studenten selbst, müsste man 6(Hausnummer) Monate lang den/die Doran studieren um solche Aufgaben innerhalb der Prüfungszeit zu bewältigen. Vielleicht bin ich aber auch einfach eine totale Niete was Verfahrenstechnik anbelangt.

B2T: Ich persönlich hatte noch kein Problem mit zu wenigen Prüfungsterminen, eher damit, dass man für einzelne LVAs soviel lernen muss, dass sie dann zu knapp beieinander liegen und man somit einen Termin wieder ausfallen lassen muss/müsste/sollte.

Wenn du der Frau Prof. Kunert eine Mail schreibst, lässt sich das Problem sicher irgendwie lösen. Gesetzlich betrachtet müssen 3 Prüfungstermine abgehalten werden, da gibts keinen Spielraum für die Profs. Das Problem ist eher die Koordination, weshalb es wichtig ist, dass wir Studenten mit den Profs über solche Dinge sprechen und sie darauf reagieren können.
Wie lalelu gesagt hat, schreib einfach die Profs von der Boku an(Rüker ist immer sehr hilfsbereit).

Ich bin ansonsten sehr zufrieden mit diesem Schwerpunkt :)

Autor:  mikrotubuli [ 19.10.2014, 11:23 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Probleme im Medizinischen Schwerpunkt

Danke erstmal für eure Antworten. Ich weiß dass Prof Rücker sehr bemüht ist, ich glaube auch nicht dass es von Seiten der BOKU die Hauptprobleme gibt. Hier finde ich die meisten Prüfungen auch sehr human (Nano, MTV II etc.).

Ich wusste nicht, dass es bei Patho letztes Jahr auch solche Probleme gab da ich niemanden kenne der da angetreten ist. Dieses Jahr war es (meiner Meinung nach) das Hauptproblem, dass viele Detailinfos rundherum geprüft wurden, die man als Biotechnologe so nicht wissen KANN (da wir keine Mediziner sind) und auch so in der Vorlesung nicht gebracht wurden. Also mit großem Schwerpunkt auf Krankheitsbilder und Symptome...

Bioprocess Engineereing bereitet mir gerade auch Kopfzerbrechen. Ich war in der ersten Vorlesung und denke, dass der Besuch nicht viel Sinn macht, da ohnehin großteils Rechnungen geprüft werden.
Aber laut dem Thread hier im Forum ist das Ärgernis, das wohl auch schon seit Jahren Studentengemüter erhitzt...

Wie gesagt ich finde auch, dass der Schwerpunkt an sich und viele Professoren sehr bemüht sind (Infectious Diseases oder Stem Cell Engineering funktioniert zum Beispiel einwandfrei und da tragen sogar jeweils BOKU und MEDuni-ProfessorInnen vor) aber ich war nach Patho so verärgert dass ich das Gefühl hatte, das müsse ja wohl auch andere Studenten als nur mich betreffen....

Und zum Punkt Mail schreiben: Das stimmt, die BOKU Professoren sind sehr bemüht (wie auch schon im Bakk.), bei Clinical Studies gibt es keine Ambitionen, die Prüfung auch anderweitig ablegen zu können...

Danke auch für die Info mit den Patho Prüfungsterminen, da ist ja dann zumindest der nächste Antritt wieder in Sicht :)

Schönes Wochenende

Autor:  mona [ 20.10.2014, 06:40 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Probleme im Medizinischen Schwerpunkt

Wisst ihr denn wann die Prüfungstermine für Patho sein werden?
Ich hab Prof. Pietschmann geschrieben....aber natürlich keine Antwort bekommen.

Autor:  mikrotubuli [ 20.10.2014, 14:47 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Probleme im Medizinischen Schwerpunkt

Seit heute ist ein Termin drinnen am 14.1.2015...

Autor:  joey [ 24.10.2014, 12:52 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Probleme im Medizinischen Schwerpunkt

Hallo,

also ich kann deinen Ärger über Patho durchaus nachvollziehen! Ich habe diese Prüf jetzt 3 mal gemacht und mich nun entschlossen eine andere Prüfung stattdessen zu machen. Die Prüfung ist einfach eine Frechheit! Die Fragen ansich finde ich nicht so gemein, allerdings die Antwortmöglichkeiten. Besonders beim letzten Antritt war ich sehr gut vorbereitet. Wenn als Antwortmöglichkeiten dann allerdings alles genannt ist, was in den Unterlagen auch wirklich so drin steht unter eben diesem Punkt und man dann für eine Antwort mit "enemenemu" beginnen muss, dann verstehe ich nicht, dass man so fragt, bzw dass sie die Unterlagen nicht entsprechend verändern. Es war auch zb bisher bei jeder Prüfung die ich gemacht habe die Frage man solle eine Diagnose stellen, was der Patient mit genannten Symptomen hat. Dies ist meiner Meinung nach eine Themaverfehlung vom Professor, denn wir werden keine Ärzte und dürfen solche Diagnosen soweiso nicht stellen. Die beiden Profs sind auch wirklich nicht sonderlich bemüht. Schreibt man ihnen Mail kommen wenn dann sehr knapp formulierte Antworten zurück. Letztes Jahr mussten wir auf ein Prüf.ergebnis 2 Monate warten und auf meine Mail an die Prof wurde mir geantwortet, sie seien eingetragen worden und ich solle mich an die Boku wenden... Herr Prof Rüker und Prof Breiteneder haben das Problem dann netterweise gelöst, obwohls die zwei wirklich gar nichts anging! Jedenfalls, dass 10 von 14 Leuten bei einem WAHLFACH durchfliegen sagt ja schonmal einiges aus! Generell kann ich sagen, dass die Prüfung letztes Jahr jedenfalls nicht leichter war. Ich für meinen Teil schließe jetzt jedenfalls mit dem allgemeinen Biotechnologie-Master ab und nicht mit dem medizinischen wie geplant, was mich sehr ärgert.

Zu clinical studies: Diese VO wurde im ersten Jahr, als der neue Biotech.-Master rauskam gar nicht angeboten. Nachdem ich nach einem Jahr dann aber schon mit meiner Masterarbeit begonnen habe und auch immer noch gearbeitet habe, als dieses Fach dann im Jänner endlich mal angeboten wurde, wars natürlich nicht so toll eine ganze Woche jeweils einen Halbtag bei der Arbeit zu fehlen. Das war ja noch machbar. Allserdings war ich dann krank nach 2 Einheiten. Ich habe der Professorin geschrieben und sie hat gemeint, um positiv zu sein, darf ich nur bei einer Einheit fehlen. Das führte dazu, dass ich schlussendlich einen Halbtag mit Fieber im Hörsaal gesessen bin und mich bereiseln ließ! Allerdings war sie ziemlich entgegenkommend, da sie mir angeboten hat, die entsprechenen Einheiten bei einem Kurs der Meduni im folgenden Semester "nachzuholen". Auch die "Prüfung" war leicht. Es war nämlich mehr ein Versuch und eine Gruppenarbeit und wurde auch nicht benotet.

Und zu Bioprocess eng hab ich auch so einiges zu erzählen... dieses Fach ist auch eine einzige Quälerei und Frechheit. In der VO brachten sie kein einziges Rechenbsp (zumindest wie ich sie besucht habe) und dass man dann mit 27 von insgesammt 32 möglichen Punkten bei der Prüf eine 5 eingetragen bekommt ist schon ein ziemliches Ärgernis. Und das ist nicht nur mir so passiert, sondern einigen. Das lag überraschender Weise nicht an Prof. Jungbauer (dessen Prüfungsfragen und Benotung wirklich fair bis jetzt waren) sondern an Prof Striedner. Von ihm gabs damals nämlich nur eine Frage. Und das dritte Bsp von Prof Jungbauer war sogar in den Unterlegn von Prof Striedner, also kein Grund um skeptisch zu werden. Tja, und dann hat der Prof leider nur 3 von 8 möglichen Punkten verteilt, da ich (und andere) eben nur die gestellte Frage beantwortet haben und nicht Rechnungen angestellt haben, die zwar mit keinem Wort in der Fragestellung erwähnt aber laut Prof Striedner eben "verlangt" waren. dieses Beispiel wurde jedenfalls schon geändert laut meinen Infos, weil sich mehrere aufgeregt haben. Tja, beim letzten Antritt habe ich mich dann 2 mal recht früh im Bsp unglücklich verrechnet und war somit wieder negativ, da Prof Striedner anscheinend nur etwas als pos wertet, wenn das richtige Ergebnis rauskommt und keine Punkte für den richtigen Rechenweg vergibt. Auch bei diesem Prüfungsantritt wäre ich laut Notenspiegel eigentlich pos gewesen, wenns eben nicht die blöde Regel gäbe, dass man bei beiden Teilen positiv sein muss...

Das waren nur ein paar Erfahrungen meinerseits. Ansich finde ich die Möglichkeit toll einen mediz.Biotech Master machen zu können und fand auch alle Fächer wirklich inetressant und außer den oben genannten Hürden war der Master sehr viel entspannter (da sonst alle Fächer wirklich fair ablaufen) und noch interessanter als der Bachelor.

Autor:  mikrotubuli [ 27.10.2014, 14:22 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Probleme im Medizinischen Schwerpunkt

Hallo Joey,

danke für deine Erfahrungen. Diese Punkte spiegeln auch mein Bild ein wenig wieder. Es kann doch nciht sein, dass Studenten vom medizinischen Schwerpunkt auf den allegemeinen Master umschwenken, wegen 2,3 Prüfungen wie Patho! Und da kann mir niemand erzählen man lernt zu wenig, denn wenn man bei Monsterprüfungen wie Zellfabriken gut abschneidet, sollte Patho gut vorbereitet schaffbar sein. Bei mir kam auch bei der letzten Prüfung wieder eine Diagnose und ich denke, dass dies auch nciht richtig in der Vorlesung behandelt wurde.

Sehr schade, ich werde PAtho nochmal probieren aber es ist schon ärgerlich. mit Clinical studies ebenso. Letztes Jahr konnte ich nciht teilnehmen (wegen Biochemie Labor) und dieses Jahr habe ich mir natürlich freigehalten. Aber es gibt sicherlich genug Studenten die den Jännertermin nicht machen können wegen Erasmus, Labors etc. und da frag ich mich dann, ob die gerne 1 Jahr auf diese Übung warten. Ich find die Themen und auch die neuen Formen (1 Woche geblockt oder wie Preclinical Studies oder Biophysical Chemistry) ja gut, aber trotzdem sollte man die Möglichkeit bekommen, die Prüfungen auch halbwegs normal abschließen zu können.

Bioprocess mach ich erst am Freitag, ich ahne schon Übles nach den Erzählungen :)

Autor:  XiBergerFabian [ 17.12.2014, 11:50 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Probleme im Medizinischen Schwerpunkt

Hey vielen Dank für den ganzen Input den ihr hier geliefert habt. Wir sind immer daran solche Probleme aus dem Weg zu räumen - mit wir meine ich die Fachstuko LBT. Wir haben eure Kritikpunkte natürlich in die Fachstuko getragen und versucht an einer Lösung zu arbeiten - vor allem Florian Rüker ist hierbei sehr aktiv gewesen.

Heute gab es ein Treffen mit Profs Pietschmann und Pifl gehabt wegen der Prüfung. War sehr konstruktiv. Es wurde diskutiert, dass wir BiotechnologInnen ausbilden und nicht MedizinerInnen, und dass sich die Fragen mehr auf biotechn. Therapeutika beziehen sollten und auf die Pathomechanismen die dazu gehören, und weniger auf die Diagnostik beim Patienten. Sie haben gesagt dass sie die Vorlesung eher aus dem Medizin-Kontext verstanden haben, und den Biotechnologie Aspekt zu wenig berücksichtigt haben. Medizin bedeutet dass sie v.a. das gesicherte und heute angewandte Wissen in der Medizin berücksichtigt haben und weniger die Potentiale die in neuen biotech. Therapeutika stecken könnten.

Beide haben versprochen in Zukunft andere Fragen in diesem Sinn zu stellen. Also hoffen wir dass das eine Verbesserung bringt. Im Jänner ist der nächste Termin.

Wir werdne sehen wie der Termin im Jänner wird. Bitte wieder melden, falls sich nichts verändert hat - wir hoffen nun auf das Beste und dass die Prüfung nun besser zu den gelehten Inhalten und zu unserem Themengebiet passt.

Autor:  shevy [ 09.03.2019, 19:23 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Probleme im Medizinischen Schwerpunkt

Altes Thema aber ich schreib hier ein paar Sachen rein.

Zu meinem Hintergrund - vor dem Biotechnologie Teil hatte ich, mehr oder
weniger, eine Molekularbiologie-Ausbildung. Von daher war medizinische
Biotechnologie naheliegend bzw. auch nicht soooo schwer oder so; aber
es gibt ein paar Punkte denen ich dennoch zustimmen kann.

Ich werde einfach mal ein paar LVs beschreiben und wie schwer ich die fand.

Die Reihenfolge ist etwas "random", also zufällig, mehr nach dem Gedächtnis hier.

(1) 791318 Animal cell culture (in Eng.)

Mich hat das Thema sehr interessiert; man hat damit ja auch in anderen
LVs zu tun (MOBY II), Zellfabriken etc...

Finde das es für den Lernaufwand sehr fair gehalten ist, auch die Benotung.

Geb dem also eine "Bestnote" aus Sicht eines Studenten.

Was ich mir wünschen würde wäre vielleicht entweder eine VU; oder einen
kleine spezifischen Übungsteil hierzu. Zum Teil gibt es das ja i. e.
von Prof. Mach, aber ich meine hier eher von Prof. Borth und FACS-Teil
oder so, mehr spezifisch. Und idealerweise wirklich nur eine sehr kurze
Übung zu 1.0 oder 2.0 ECTS Punkten, da dann auch der Aufwand für Studenten
und Lehrenden geringer ist. Muss nicht nur eingschränkt sein auf animal
cell culturing; kann auch eine kleine VU sein oder ein Praktikum. Aber
das wäre gut finde ich.

(2) 791393 Antibodies and beyond - emerging fields in antibody engineering (in Eng.)

Gefiel mir auch, auch vom Thema. Auch Bestnote von mir.

Eventuell könnte man dann auch eine kleine Übung darauf aufbauen,
auch wieder nur wenig ECTS Punkte, damit das nicht mit grösseren
Übungen kollidiert.

Auch Bestnote.

(3) 791368 Biological therapeutics (in Eng.)

Find ich vom Thema her sehr gut; auch sehr wichtig.

Leider fand ich die Prüfung relativ schwer. Bin mir nicht ganz sicher
wieso; ich glaube das es daran liegt das ich zu wenig gelernt hatte.
Fand den Lernaufwand für 2.0 ECTS Punkte jedoch relativ viel. Aber
ist dennoch ok.

(4) 791351 Cell factories (in Eng.)

Ist ein wenig anstrengend; vom Stoffgebiet fand ich es ok.

Die Benotung ist ein wenig streng aber ich habs hinter mich gebracht.

Ist ok.

(5) 941327 Oncology for biotechnologists (in Eng.)

Fand ich relativ leicht; Benotung war auch nicht so streng finde ich.

Ist meiner Meinung nach eigentlich ein Vorzeigebild wie an
BOKU-Meduni Schnittthemen geprüft + benotet werden sollte.

(6) 941326 Pathophysiology for biotechnologists (in Eng.)

Fand ich absolut fürchterlich. Sowohl vom Thema als auch von
der Prüfungsform. Sehr streng benotet.

Ich möchte mich nicht zu sehr beschweren da viele andere die
Prüfung geschafft haben, aber die Vorlesung gefällt mir in
dieser Form absolut nicht. Vor allem - wieso eigentlich ist
da Neurobiologie dabei? Ich weiss bereits jetzt das ich mich
mit diesem Gebiet nie aussetzen werde - dazu fehlt mir einfach
das Interesse.

(6) 791363 Immunobiology and vascular diseases (in Eng.)

Hmm. Gemischt. Ist an sich ok, etwas streng benotet ... aber
gut. Gefällt mir vom Stoffgebiet nicht so sehr aber ist an
sich meiner Meinung nach sinnvoller als 941326.

--------------

Allgemein sind die LVs an der Meduni extrem stark an eine
Ausbildung an medizinisch-orientierte Studenten gerichtet.
Was verständlich ist ... aber irgendwie ist das ein wenig
sinnlos meiner Meinung nach.

Ein Beispiel wie es sein sollte wäre "Biological Therapeutics".

Ich finde die Prüfung recht schwer, das Thema aber interessant
und es ist ok wenn ich mich darauf besser vorbereite als ich
es bis jetzt getan habe.

Eventuell sollte die BOKU + Meduni da stärker kombinieren, so
das es keine oder nur wenige LVs gibt wo NUR die Meduni alleine
prüft. Denn die prüfen eben sehr stark aus medizinischer Sicht
und das ist ja auch etwas sinnlos - die haben ja die Mediziner
oder Ärzte; und die entwickeln nur eher selten neue Therapien
über eben biotechnologische/gentechnische Verfahren.

Ich versteh natürlich schon das man ein gewisses Grundlagenwissen
benötigt für Therapieformen, aber die andere Frage ist auch
ob man möchte das Studenten sich Wissen möglichst einfach
aneignen können oder eben nicht. Da gibt es Professoren die
fantastische Folien haben - und es gibt Lehrende die überhaupt
keine brauchbaren Folien haben. Und diese Kommunikation klappt
SEHR schlecht zwischen BOKU und Meduni. Aus meiner Sicht ist
das auch eher die Schuld der Meduni - das ist mir übrigens
bereits öfter so aufgefallen. Ich habe zuvor an der Uni Wien
studiert und kenne natürlich auch einige der Meduni-Gruppen,
und durch die Bank haben die sehr oft schlechtere Foliensätze
bzw. gehen extrem stark über den klinischen Ansatz in die Lehre,
eben für Meduni-Studenten. Die Meduni hat auch bis heute kein
Bachelor-Curriculum, während praktisch alle anderen Unis auf
das Bachelor/Master System umgesattelt haben. Die Meduni hat
ein paar Master, zum Beispiel medizinische Informatik - auch
die sind meiner Meinung nach etwas chaotisch organisiert.

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