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LBT - Lebensmittel und Biotechnologie • Thema anzeigen - 2. Antritt, bestanden, Fazit/Feedback für andere
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 Betreff des Beitrags: 2. Antritt, bestanden, Fazit/Feedback für andere
 Beitrag Verfasst: 15.10.2015, 12:21 
Mikroskopierer/in
Mikroskopierer/in

Registriert: 11.11.2012, 12:46
Beiträge: 244
Sodale.

Bin mir nicht sicher ob das hilft, aber vielleicht hilft es ja doch irgendjemandem,
also...

Ich habe beim letzten Antritt (2. Antritt) im September 2015 die Grundlagen
der Biochemie bestanden, mit einem 4er. Wahrscheinlich auch sehr knapp.

Ein paar Sachen sind mir aufgefallen, auch bereits beim vorigen mal, also
beim ersten Antritt.

Allgemein finde ich benotet er ziemlich streng. Ich möchte nicht sagen
das er unfair benotet, denn man kann die Prüfung auf alle Fälle schaffen,
aber es ist doch sehr streng wenn ich die Prüfung mit anderen vergleiche
(organische Chemie und Biochemie in den AW-Wissenschaften hatte ich gleich
beim ersten Mal bestanden; die Medizinische Biochemie auf der Vetmed
ebenso beim ersten Mal; die Biochemie I Vorlesung auf der TU Wien beim
2. Mal; "Grundlagen der biologischen Chemie" an der Universität Wien in
der Studienprogrammleitung für Chemie, beim 2. mal mit einem 4er; und dann
noch ein paar andere/kleinere Biochemie-mässige Vorlesungen wie Biochemie
aus Informatik-Studien, die dann natürlich deutlich einfach sind, logischerweise;
eine Prüfung die ziemlich schwer ist ist "Biochemie für Biologen" an der Uni Wien,
das ist die nächste die ich machen werde, die hat 5.0 ECTS also etwas mehr
als GruBi an der BOKU; die nächste ist dann Biochemie II an der TU Wien,
die hat dann 6.0 ECTS; irgendwie habe ich meistens entweder ein sehr gut,
eben die Biochemie-Prüfungen aus den beiden Informatik-Studienrichtungen
der TU Wien, und der Uni Wien, oder eben einen knappen 4er, das bringt
mich schon ins Grübeln :D ).

Einführung in die Genetik und Zellbiologie an der BOKU war hier zum Beispiel
viel "fairer" bewertet finde ich, die habe ich mit einem 2er bestanden;
auch "Einführung in die Molekularbiologie" habe ich mit einem 2er bestanden.
Ebenso beide beim ersten Mal.

Manche Prüfungen scheinen meiner Meinung nach einfach strenger bewertet zu
werden, aus was für Gründen auch immer. Ich denke ein Grund dafür ist, das
die Vorlesung "Grundlagen der Biochemie" eine direkte Voraussetzung für die
Übung ist, und bei "Einführung in die Genetik und Zellbiologie" ist die Übung
ja bereits in die Vorlesung praktisch "integriert", sprich, man erhält
erst sein Zeugnis wenn man auch die Übung absolviert hat. Das ist ja bei
Grundlagen der Biochemie anders. (Wieso die Prüfung "Einführung in die
Molekularbiologie" einfacher ist weiss ich auch nicht genau, eventuell
sind auch die Übungen leichter. Keine Ahnung, habe ich noch nicht gemacht.)

Einige Prüfungsfragen wiederholen sich eh ständig, Beta-Faltblatt, Quartärstruktur,
PEST-Sequenz und die Rolle dieser Sequenzen, Antikörperstruktur, ELISA,
Affinitätschromatographie etc.. aber ich frage mich schon wie man eigentlich
eine wirklich gute Note erreichen kann.

Bei der letzten Prüfung gab es kein sehr gut, etwa 4 gut, ein paar befriedigend,
die meisten dann jedoch entweder genügend oder nicht genügend, knapp 40% die
die Prüfung nicht bestanden hatten - bin gespannt wie die 4 zu ihrem gut
gekommen sind.

:)

Es mag vielleicht auch sein, das bei manchen Prüfungen nicht nur unterschiedlich
benotet wird (zum Teil), sondern auch vielleicht unterschiedlich schwere
Fragen gestellt werden, aber das ist wohl Ansichtssache, je nachdem wie viel
und wie genau man gelernt hat. Einführung in die Chemie von Prof. Stingeder
ist ja auch so eine Sache, von Durchfallsraten bei 30-40% zu Beginn, bis
dann hin zu Februar mit Raten von 60-70% oder so. Wobei der Stingeder
cool ist, nur die knock-out Selektion ist da eher uncool insbesonders wenn
man bereits viel grössere und schwierigere Prüfungen mit mehr ECTS
bestanden hat, diese Prüfung aber partout nicht schaffen mag. :D

Mein Tipp hier ist auf alle Fälle genau das zu lernen was er bei "Grundlagen
der Biochemie" fragen (und wohl hören) möchte, und dann so viel wie möglich
passend zur Frage hinschreiben (und natürlich mit dem Teil beginnen, der eben
zur Frage direkt passt, sonst schreibt man zuviel blabla, und viele Professoren
mögen das nicht, da dies mehr Zeit kostet zu benoten, also immer direkt
mit dem anfangen, das zur Frage passt).

Ich habe auch das Gefühl, das das eine Prüfung ist wo er etwas aus
seiner Vorlesung hören möchte. Manche Fragen sind irgendwie so
komisch formuliert, das man sich nur eher schwer auskennt. Wobei, es
gibt ja auch teilweise beantwortete Prüfungsfragen, und da gibt es
viele Hinweise - die sollte man sich auch unbedingt anschauen! Sind
meiner Meinung nach nicht zu 100% immer richtig, aber wohl zu 95%,
also aufmerksam und kritisch lesen. Stehen zum grössten Teil im
Lernkatalog zur Verfügung wenn man ein wenig suchen tut.

Ich muss hinzufügen, das ich nicht aus den Büchern gelernt habe,
die er empfohlen hat. Wahrscheinlich war dies ein Fehler. Ich habe
primär aus dem Lehninger gelernt, ich finde das der am besten ist.
Der Voet hat mehr Seiten aber ist stellenweise extrem komisch
geschrieben; der Stryer ist ok, aber teilweise stärker auf die
medizinische Biochemie angelegt. Also noch ein Rat ist unbedingt
auf die Bücher fokussieren, die er empfiehlt, und wenn man es
genauer haben möchte, dann im Lehninger oder im Voet (aber
wie gesagt, der Voet ist irgendwie komisch... keine Ahnung was
der hat mit seinen... 1200 Seiten oder so, da gibt es zig-Seiten
die ich noch nie gesehen habe)

Bei manch anderen Professoren ist das egal ob man in der Vorlesung war,
die bewerten völlig unabhängig davon ob man in der Vorlesung war oder
nicht - da geht es darum ob man das Stoffgebiet beherrscht oder nicht,
egal ob man regelmässig die Vorlesung besucht hatte oder eben nicht.

Manche können den Stoff, andere nicht.

Mir ist das schon öfters passiert, das ich bei manchen Prüfungen einfach nur 1:1
das hingeschrieben hatte, was ein Professor hören wollte, und dann hat es eigentlich
fast immer gepasst.

Unbedingt ansehen sollte man sich die Isolations-Techniken, wie
ELISA, Chromatographie, Protein-Isolation etc... - also der Methoden-Teil.
Bei dem Teil hatte ich immer die meisten Probleme, auch weil manche Fragen etwas
seltsam gestellt sind.

Es kamen eigentlich immer mind. 2 Fragen aus dem Methoden-Teil.

Auch eine Strukturfrage zu Proteinen kam aus diesem Teil - ok, ich konnte
die Struktur nicht hinschreiben, hab auch bereits vergessen welches Molekül
gefragt war; wahrscheinlich hatte ich da einige Punkte liegengelassen.

Die erste Frage war eine bestimmte Aminosäure aufzeichnen, gut, das muss eh
jeder können, kein Problem.

Also mein Haupttipp ist eigentlich das man die Isolations-Techniken gut ansehen
sollte, das sind auf alle Fälle 2 sichere Fragen dann; dann kommt noch die
Aminosäure-Frage dazu, sind schon 3 Fragen die sicher sind; dann kommen
mindestens 1-2 Fragen zu Antikörper oder Immunsystem, also sind wir bei
etwa 5 Fragen.

Stoffwechsel-Fragen sind da irgendwie nicht so stark gefragt, das muss man
wohl stärker bei der Prüfung von Prof. Obinger wissen bzw. eben Mikrobielle
Physiologie - fand ich beide auch ziemlich schwer. Allgemein finde ich das
das LBT Studium eines der schwierigeren ist; ich studiere nebenbei noch
Agrarwissenschaften und UBRM, bin im ersteren viel weiter als im LBT Studium,
und im UBRM Studium bald ebenso, hätte dann das LBT Studium abgehängt obwohl
ich mit dem LBT Studium zuerst begonnen hatte. :D

Auch ist das LBT Studium an der BOKU wohl nicht ganz so das was ich eigentlich
studieren wollte. Maschinenbau oder technisches Zeichnen interessiert mich
absolut nicht, ich sehe da auch nicht ein wieso ich mich damit beschäftigen
muss - wir haben eh Computer, die können das alles schön für mich dann
berechnen und auch gleich drucken/zeichnen; wieso ich mit meiner Klaue da
irgendwas zeichnen sollte erschliesst sich mir absolut nicht. Aber das ist
eben das Curriculum... vielleicht beantrage ich ja irgendwann ein Curriculum
mit einem stärkeren Molekularbiologie-Teil (da sehe ich übrigens auch ein
wieso Biochemie so wichtig ist; ich habe kein Problem damit das Biochemie
wichtig ist, nur mit dem Fokus auf die technischen Fächer - viele die
mit einem Bioreaktor/Bioprozesstechnik zu tun haben, leuchten mir ein,
technisches Zeichnen hingegen ... nope, verstehe ich absolut nicht).

Wie man ein sehr gut oder gut auf die Prüfung "Grundlagen der Biochemie"
erreichen kann ist mir jedoch schleierhaft, vielleicht können mal die etwas
dazu sagen, die das geschafft haben, und vor allem wie und was sie genau
besser gelernt haben als andere.

Auf alle Fälle nicht aufhören zu lernen, es zahlt sich aus! Selbst wenn man
den ersten Antritt verhaut, beim zweiten läuft es eigentlich fast immer
besser, schon alleine weil man dann das Format besser kennt, und auch
genauer lernen kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: 2. Antritt, bestanden, Fazit/Feedback für andere
 Beitrag Verfasst: 15.10.2015, 14:11 
Mikroskopierer/in
Mikroskopierer/in

Registriert: 26.09.2012, 10:28
Beiträge: 185
Hallo Shevy,

Da du ja direkt danach gefragt hast, sag ich dir mal wie ich es gemacht habe.
Ich habe im Februar dieses Jahres die Grubi Prüfung absolviert, 1. Antritt und hatte einen 1er, ich denke 47/48 Punkten. Wie ich das gemacht habe, nun ja. Eben viel Zeit investiert. Ich habe zwischen 4 und 5 Wochen mich intensiv mit dem Stoff beschäftigt, die Folien und den Stryer gelernt. Jedes Wort, das in den Folien vorkam, und ich nicht auf Anhieb definieren konnte, habe ich gegoogelt und mir die Definition rausgeschrieben. Dann natürlich die Strukturformeln gut gelernt. Einige Sachen konnte ich trotz Folien und Buch nicht verstehen, hab dann einfach dem Altmann ein Mail geschrieben und ihm meine Fragen gestellt :)
Und dann gabs da noch ein pdf Dokument, wo fast alle Fragen, die er schon mal gestellt hat, zusammenkopiert und von ihm beantwortet wurden (stellt er ja nach jeder Prüfung auf die Grubi-Aktuellseite).

Im Nachhinein war das wohl doch zuviel Aufwand, fand die Prüfung dann nicht sonderlich schwierig, bei ein paar Fragen musste man überlegen, was er wohl damit meint, aber wenn man sich das eben erwähnte pdf Dokument durchliest, merkt man schnell, wie er denkt und auf was er hinausmöchte.
Ich denke, bei der Prüfung ist es auch von Bedeutung, so wie er antworten würde, zu antworten, sprich auch alle möglichen Assoziationen aus anderen Kapiteln hinschreiben. Das ist natürlich nur möglich, wenn man den Stoff wirklich verinnerlicht hat, hab einige Zeit damit verbracht, mir das Buch zu gemüte zu ziehen, bei dem es praktischerweise auch immer nach jedem Kapitel eine Kurzfassung gibt, die sich über 2-3 Seiten zieht.
Alles in Allem durchaus schaffbar, jedoch mit einigem Aufwand verbunden.

Jetzt meine Frage: Wieso konntest du dir die etlichen Biochemieprüfungen nicht einfach als Grubiprüfung anrechnen lassen?

Und bzgl deiner Äußerung Richtung Maschinenbau: Es geht nicht nur darum, die Bauteile zeichnen zu können, sondern vorallem technische Zeichnungen verstehen zu können, was du in etlichen Sparten unseres Studiums benötigen wirst. Und Autocad spuckt dir auch nicht einfach technische Zeichnungen ohne Hintergrundwissen aus, da musst du die Materie natürlich auch verstehen.
Zugegebenermaßen, auch nicht mein Lieblingsfachgebiet...

Naja, auf jeden Fall viel Erfolg mit deinem weiteren Studium, eine größere Hürde hast du ja mit Grubi schon mal überwunden! :)


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 Betreff des Beitrags: Re: 2. Antritt, bestanden, Fazit/Feedback für andere
 Beitrag Verfasst: 16.10.2015, 10:36 
Versuchskaninchen
Versuchskaninchen

Registriert: 08.07.2007, 07:52
Beiträge: 68
Also ich hab die Prüfung im Februar gemacht und mit 8 Tagen lernen (aber vollgas!) einen 2er geschafft. Habe keine Bücher verwendet, nur Folien + Google. Auch wenn sich die Fragen nicht 1:1 wiederholen hilft Altfragen durchschauen ungemein. War aber auch ein einfacher Termin - im Jänner wär ich vielleicht gar nicht durchgekommen.
Ich wage jetzt auch mal die Vermutung aufzustellen dass sich der Schwierigkeitsgrad der Termine ein wenig an den verfügbaren bzw. zu besetzenden Laborplätzen orientiert..


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